Arbeitsrecht

Kein Anspruch auf ungefaltetes Arbeitszeugnis

Veröffentlicht:

MAINZ. Praxischefs dürfen ein Arbeitszeugnis für einen normalen Geschäfts-Briefumschlag falten. Mehrere Seiten dürfen auch zusammengetackert sein, wie jetzt das Landesarbeitsgericht (LAG) Rheinland-Pfalz in Mainz entschied.

Es wies damit die Klage eines Arbeitnehmers aus Mainz gegen Knicke und Heftklammer ab. Wichtig sei nur, dass das Zeugnis "kopierfähig" ist und sich die Knicke auf der Kopie nicht abzeichnen.

Weder in der Faltung noch in der Heftklammer sahen die Mainzer Richter ein "Geheimzeichen". Es gebe keinerlei Belege dafür, dass ein gefaltetes oder getackertes Zeugnis Kennern vermitteln könnte, der Zeugnisaussteller sei mit dem Arbeitnehmer nicht zufrieden gewesen. Für Knicke hatte bereits 1999 auch Bundesarbeitsgericht entsprechend entschieden.

Als typisches Geheimzeichen gilt dagegen beispielsweise eine unterstrichene Telefonnummer, die darauf hindeutet, dass ein Arbeitgeber bereit ist, telefonisch vom Zeugnis abweichende Auskünfte zu erteilen. (mwo)

Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, Az.: 5 Sa 314/17

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Bessere Sensitivität als FIT

Neue Tests spüren Darmkrebs recht präzise auf

Lesetipps
Eine warme Beleuchtung sorgt im Empfangsbereich für eine angenehme Atmosphäre.

© Javier De La Torre / Westend61 / picture alliance

Praxiseinrichtung

Licht an! Die richtige Beleuchtung in der Arztpraxis

Die Allianz Chronisch Seltener Erkrankungen warnt, die geplante Klinikreform bilde die besondere Situation für die Behandlung von Menschen mit seltenen Erkrankungen nicht ausreichend ab.

© Frank Molter / dpa

Sieben-Punkte-Papier mit Forderungen

ACHSE beklagt: Seltene Erkrankungen bei Klinikreform nicht berücksichtigt