Direkt zum Inhaltsbereich

Leitartikel

Kindesmisshandlung: Aufklärung erfordert detektivisches Feingefühl

Sind Verletzungen an Kindern in der Praxis auf Schläge oder einen Unfall zurückzuführen? Wann dürfen Ämter eingeschaltet werden? Die Diagnose Misshandlung erfordert viel Feingefühl, da sie bei einem falschen Verdacht Familien zerrütten kann.

Von Eugenie Wulfert Veröffentlicht:
Blaues Auge: Gerangel unter Kindern, Sturz - oder Misshandlung durch Eltern?

Blaues Auge: Gerangel unter Kindern, Sturz - oder Misshandlung durch Eltern?

© McPhoto / imago

War es ein Unfall oder haben die Eltern ihr Kind geschlagen? Die Diagnose einer Misshandlung ist für Ärzte oft eine schwierige und heikle Angelegenheit. Auch das Kinderschutzgesetz konnte erneute Fälle von Kindesmisshandlung, manchmal auch mit Todesfolge, nicht verhindern. Lea-Sophie aus Schwerin, Kevin aus Bremen und Dennis aus Cottbus: Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an sie und viele andere wehrlose Opfer. Verhungert, verdurstet, erschlagen und zu Tode geschüttelt.

Die polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnete für das Jahr 2011 3583 Fälle von Kindesmisshandlung. Jede Woche kommen in Deutschland laut Bundeskriminalamt durchschnittlich drei Kinder durch Gewalt oder Vernachlässigung ums Leben. 2011 starben auf diese Weise 146 Kinder unter 14 Jahren. 114 der getöteten Kinder waren jünger als sechs Jahre. 2002 bis 2012 wurden insgesamt 1935 Kinder vorsätzlich oder fahrlässig getötet.

Diese offiziellen Zahlen aus dem Bundeskriminalamt seien aber nur die Spitze des Eisbergs, erläuterte Professor Sylvester von Bismarck von der Klinik für Kinder- und Neugeborenenchirurgie im Berliner Stadtteil Neukölln, auf einem Symposium in Berlin ...

Jetzt gleich lesen ... Jetzt gleich lesen ...

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Komplexe Gemengelage

COVID-Prophylaxe 2.0: Das gilt bei der Abrechnung

Anästhesisten: Mindeststandards dürfen nicht nur Empfehlung sein

Nach Tod von Kind: Mehr als 13 Jahre Haft für Narkosearzt

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Vorteile von Vamorolon

© Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, modifiziert nach [3−5, 6]

Duchenne-Muskeldystrophie (DMD)

Neue Perspektiven für die Versorgung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Santhera Pharmaceuticals (Deutschland) GmbH, München
Abb. 1: Verlauf des Rett-Syndroms

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Rett-Syndrom

Diagnose und Verlauf einer herausfordernden Erkrankung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Acadia Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Abb. 1: Typische Körperumrisse bei Achondroplasie

© BioMarin

Achondroplasie

Gezielte Therapie: erste Lebensjahre sind entscheidend

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: BioMarin Deutschland GmbH, Frankfurt am Main
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Empfehlungen für die Therapie

So holen Sie Ihre Patienten aus der Post-Stroke-Depression

Leserumfrage

Umfrage zur E-Patientenakte: Alltag statt Aufbruch

Lesetipps
Viele Gespräche, sich viel Zeit nehmen – das setzt eine Suizidassistenz voraus.

© Lumos sp / stock.adobe.com

Begleitetes Sterben

Suizidassistenz gewinnt Bedeutung in deutschen Hausarztpraxen