Robotersteuer

Klare Absage

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MÜNCHEN. Politische Pläne zur Einführung einer Robotersteuer, die auch Lösungen aus der Pflege- und Medizinrobotik betreffen würden, stoßen in der Wirtschaft auf klare Ablehnung.

"Roboter werden auch im Pflegebereich eingesetzt werden. Ihre unterstützende Funktion wird den Betroffenen, aber auch den Pflegekräften helfen. Wir müssen diese Entwicklung nachhaltig vorantreiben. Diesen wichtigen Einsatz mit einer Robotersteuer zu torpedieren, wäre kontraproduktiv", äußerte vor Kurzem Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft im Rahmen einer Diskussionsrunde der Friedrich-Ebert-Stiftung in München.

Eine Robotersteuer mindere die Bereitschaft aller Beteiligten, sich auf die moderne Arbeitswelt einzulassen und führe zu Abwanderungstendenzen von innovativen Unternehmen, warnte Brossardt.

"Der Plan, dass der Staat befürchtete materielle Verluste durch die Digitalisierung mit der Robotersteuer kompensiert, geht nicht auf. Es gilt, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Wir müssen sie aktiv angehen", so Brossardts Plädoyer. Dauerhaft ausreichende Steuereinnahmen ließen sich nur durch Wirtschaftswachstum schaffen, verdeutlichte er.

Im Vordergrund stehe, dass Aus- und Weiterbildung durch Qualifizierungsangebote an die digitale Arbeitswelt angepasst würden. Außerdem gelte es, die digitale Innovationskraft der Unternehmen und ihre Arbeitsplätze zu erhalten und zu steigern – auch mittels verbesserter steuerlicher Forschungsförderung.

"Wenn uns das gelingt, profitieren Arbeitnehmer und Beschäftigungssuchende von der Digitalisierung. Und wir halten unser Land im digitalen Zeitalter international an der Spitze", prophezeit Bertram Brossardt. Deutschland zählt mit Japan weltweit zu den Vorreitern bei Robotiklösungen. (maw)

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