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Intensivstation

Klinikzimmer mit Himmelszelt

Philips entwickelt ein System, das helfen soll, Bewusstseinsstörungen bei Intensiv-Patienten zu vermeiden.

Veröffentlicht:

HAMBURG. Auf Intensivstationen geht es oft laut und hektisch zu. Man ist von technischen Geräten umgeben, die unablässig Licht- und Tonzeichen geben, das Personal steht unter Stress, muss kommunizieren und verursacht Geräusche. In dieser Umgebung steigt für Patienten das Risiko eines Delirs mit langfristigen kognitiven Störungen. Auf der Medica Preview in Hamburg stellte das Unternehmen Philips kürzlich mit "Vital Minds" ein System vor, das dieses Risiko verringert.

Das System schafft für den Patienten eine Lichtdecke auf der Station, die mediale Inhalte wie etwa einen Wolkenhimmel produzieren oder zirkadianes Licht erzeugen kann, um den Schlaf-Wach-Rhythmus wieder herzustellen. Gleichzeitig wird das Personal der Intensivstationen geschult, damit es Lärmquellen erkennen, reduzieren oder vermeiden kann.

Ein entsprechendes Pilotprojekt läuft derzeit an der Berliner Uniklinik Charité. Obwohl das System frühestens 2018 am Markt erhältlich sein wird, liegen dem Unternehmen nach eigenen Angaben bereits Bestellungen vor. Rund ein Drittel der deutschen Universitätskliniken soll Interesse zeigen.

Die Kosten variieren je nach Größe der auszustattenden Stationen und beginnen in fünfstelliger Größenordnung. Allerdings sind die Folgekosten für ein Delir deutlich größer, wie das Unternehmen auf der Preview zu bedenken gab. So steigt bei einem Delir etwa die Verweildauer im Krankenhaus deutlich. (di)

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