Notfall

Kölner Unikliniken wegen Weltkriegsbombe teilweise evakuiert

Der Blindgänger liegt in fünf Metern Tiefe – und ausgerechnet auf dem Gelände der Universitätskliniken Köln. Deshalb müssen Teile dieses Areals und des anschließenden Wohngebietes evakuiert werden.

Veröffentlicht: 23.01.2020, 09:54 Uhr
Kölner Unikliniken wegen Weltkriegsbombe teilweise evakuiert

Krankenwagen stehen auf dem Gelände der Universitätsklinik. Schon wieder steht in Köln wegen einer Blindgänger-Entschärfung eine Evakuierungsaktion an. An diesem Donnerstag müssen Teile der Kölner Universitätsklinik geräumt werden. © Rolf Vennenbernd/dpa

© dpa

Köln. Schon wieder steht in Köln wegen der Entschärfung eines Blindgängers eine Evakuierungsaktion an. An diesem Donnerstag müssen Teile der Kölner Universitätskliniken geräumt werden. Zudem dürfen sich im Stadtteil Lindenthal rund 5800 Anwohner voraussichtlich am Vormittag nicht in ihren Wohnungen aufhalten, wie die Stadt berichtete.

Die 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Mittwoch bei Bauarbeiten entdeckt worden. Der Blindgänger liegt in fünf Metern Tiefe. In Köln war bereits am Dienstag eine Weltkriegsbombe entschärft worden. Rund 10.000 Beschäftigte mussten dafür sicherheitshalber ihre Arbeitsplätze verlassen.

Hunderte Klinik-Patienten betroffen

Nach Angaben der Uniklinik sind am Donnerstag Hunderte Patienten betroffen. „Wir versuchen, so viele Patienten wie möglich auf dem Gelände zu verlegen, weil das vom Transportweg her für die Patienten der schonendste Weg ist“, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Es werde auch geprüft, welche Patienten am Morgen entlassen werden können. Von den geplanten Maßnahmen würden insgesamt voraussichtlich etwa 500 Patienten und 8000 Mitarbeiter der Uniklinik Köln betroffen sein.

Ambulante Einrichtungen der Uniklinik sind geschlossen

Wegen der Evakuierungsmaßnahmen könnten nur Patienten behandelt werden, die bereits stationär aufgenommen worden sind. Alle ambulanten Einrichtungen seien geschlossen, hieß es. Auch die telefonische Erreichbarkeit sei eingeschränkt. (dpa)

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