E-Sports

Krankenkasse will bei Gamern punkten

Eine Kasse will die Anhänger des virtuellen Sports fit halten. E-Sports soll zum Milliardenmarkt werden.

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AACHEN/DÜSSELDORF. Die Actimonda Krankenkasse betritt für ihre Versicherten Neuland und trägt den Gesundheitsgedanken ab sofort in die virtuelle Welt des E-Sports. "Die Digitalisierung ist im vollen Gange. E-Sports ist ein wichtiger Bestandteil davon, der Millionen Menschen deutschlandweit fasziniert. Wenn wir es schaffen, den gesunden Lifestyle der Gamer auszubauen und strategisch zu stärken, bringt das einen hohen gesellschaftlichen Nutzen", verdeutlicht Stefan Ganten, bei Actimonda Bereichsleiter Marketing/Kommunikation.

"Für jeden Profi-Fußballer ist Gesundheit die Basis zum Erfolg. Dieses Selbstverständnis lässt sich auch in E-Sports ausbauen.", ergänzt Ganten. E-Sportler, so betont die Kasse, besitzen viele positive Eigenschaften. Sie seien gedanklich und koordinativ schnell. Konzentrieren können sie sich außerordentlich gut. Um diese Eigenschaften weiter zu stärken, sei zum Beispiel eine gesunde Ernährung wichtig. Ebenso müsse der Körper trainiert sein. Die Kasse wolle daher den Gamern abseits von PC und Konsole Entwicklungsschritte anbieten. Dabei dürfe der Spaß nicht zu kurz kommen.

"Es geht uns um den Menschen, nicht um das Spiel", stellt Ganten klar. E-Sports sei ein digitaler Wettkampf, in dem der Gesundheitsgedanke Vorteile bringen könne. Dazu brauche es eine Strategie, die sich lebensnah an den E-Sportlern ausrichte. Die Aachener Kasse werde in einem ersten Schritt offizieller Gesundheitspartner der University E-Sports Germany. Denn unter Studenten sei der virtuelle Sport besonders beliebt.

Wie eine am Donnerstag veröffentlichte repräsentative Befragung der Strategieberatung Deloitte zeigt, ist der Anteil der Menschen in Deutschland, die noch nie etwas von E-Sports gehört haben, innerhalb eines Jahres um 22 Prozentpunkte zurückgegangen und liegt jetzt bei 25 Prozent. 48 Prozent der befragten Konsumenten kennen demnach den Begriff und seine Bedeutung.

E-Sports werde spätestens 2020 mit einem geschätzten Umsatz von knapp 1,3 Milliarden Euro ein globaler Milliardenmarkt, lautet die Prognose. "Für den deutschen Markt erwarten wir Umsätze von etwa 130 Millionen Euro und somit etwa zehn Prozent Marktanteil am weltweiten Geschäft", erläutert Stefan Ludwig, bei Deloitte Leiter der Sport Business Gruppe. (maw)

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