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Patientenbetreuung

Leitplanken für digitale Arztkontakte gefordert

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Magdeburg. Der Deutsche Ärztetag soll von der Politik Grenzen für die virtuelle Patientenbetreuung einfordern, haben Kolleginnen und Kollegen in Sachsen-Anhalt bei der Versammlung der Ärztekammer am Samstag nach einer Beratung zur Zukunft der Patientenbetreuung einstimmig beschlossen. „Die Politik verfolgt das Ziel der verstärkten, rein virtuellen Patientenbetreuung. Qualitätsstandards sehen die Vorhaben nicht vor. Diese sind jedoch essentiell“, wird Professor Uwe Ebmeyer, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, in einer Mitteilung der Ärztekammer zitiert.

In der Corona-Pandemie habe sich die Zahl der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, die auf der Basis rein digitaler Konsultationen erstellt wurden, massiv erhöht. Im Zusammenhang damit etablierten sich zunehmend Organisationen, die ausschließlich telemedizinische Dienstleistungen anbieten.

„Nicht selten haben diese Unternehmen formal einen Sitz in Deutschland, nutzen jedoch ausländische Standorte und Ärzte für die angebotenen Dienstleistungen. Diese Online-Praxen bergen bei einer Aufhebung der Begrenzung des Anteils telemedizinischer Leistungen am Gesamtleistungsvolumen die Gefahr, dass Informationsverluste durch fehlenden persönlichen Patientenkontakt sowie durch fehlende körperliche und technische Untersuchungen entstehen und dadurch die Qualität von Diagnostik und Therapie gemindert wird“, meldet die Ärztekammer.

Telemedizinische Angebote könnten die wohnortnahe ambulante haus- und fachärztliche sowie stationäre Versorgung ausschließlich ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

Daher hätten die Mitglieder der Kammerversammlung einstimmig beschlossen, die Forderungen auf dem im Mai stattfindenden Deutschen Ärztetag heranzutragen. (eb)

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