Fachverband fordert

Medienabhängigkeit als Sucht anerkennen

Veröffentlicht:

HANNOVER. Die Abhängigkeit von Internet & Co. sollte Experten zufolge als Suchterkrankung anerkannt werden.

"Das Risiko einer Sucht besteht, wenn die virtuelle Realität einen größeren Lebensraum einnimmt als die reale", sagte der Vorsitzende des Fachverbands Medienabhängigkeit, Andreas Gohlke, der Nachrichtenagentur dpa. "Ich warne aber davor, zu schnell von einer Sucht zu sprechen."

Smartphones seien ähnlich gefährlich oder ungefährlich wie eine Flasche Bier - der Käufer entscheide über den Umgang. (dpa)

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Kommentare
Veröffentlichte Meinungsäußerungen entsprechen nicht zwangsläufig der Meinung und Haltung der Ärzte Zeitung.
Dr. Horst Grünwoldt

Von der Sucht zur Sieche?

Die smarten Telefone und i-Pods sind augenscheinlich auf dem Wege zum liebsten "Medium" der Europäer! Dabei wird damit gar nicht so häufig "phonetisch" kommuniziert, sondern vielmehr nur noch "virtuell".

Wir beobachten beim solitären und stummen touch-screen-playing nicht nur Singles, sondern auch Menschengruppen, die zwar zusammensitzen, aber nicht mehr miteinander sprechen, sondern jeder für sich mit jemanden in der Ferne kommuniziert; will heißen, mehr oder weniger unbedeutende Nachrichten austauscht.
Ist das eine neue, nonverbale Form der Geschwätzigkeit, der kein Teilnehmer entfliehen kann? Zum Beispiel durch Abstellen des schicken Gerätes.
Wer dabei -wie so oft- auch noch beim Gehen mit dem Kopf nach unten nur noch auf das kleine Display schaut, verpaßt das reale Leben am Rande und von vorn.
Das müßte doch eigentlich Psychologen und Hirnforscher auf den Plan rufen, bevor die Sucht zur Sieche (altdt. Krankheit) wird.
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock


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