Kommentar zu MFA

Mehr Kampfgeist bitte!

Anne-Christin GrögerVon Anne-Christin Gröger Veröffentlicht:

Durchschnittlich 653 Euro pro Monat verdienten im Jahr 2012 die Auszubildenden in den medizinischen Fachberufen. Das reicht kaum zum Leben. Auch im späteren Berufsleben müssen die Fachkräfte jeden Euro umdrehen.

Da viele von ihnen Teilzeit arbeiten, bessern sie mit Transferleistungen ihr kärgliches Gehalt auf. Vielen Frauen ist der Verdienst auf Dauer zu niedrig - sie wechseln gleich den Beruf und gehen in die Pflege.

Um diesen Missstand zu beheben, sieht der Verband medizinischer Fachberufe verstärkt die Ärzte in der Pflicht. Sie sollen ihre Arbeitgeberverantwortung wahrnehmen und ihre Mitarbeiterinnen leistungsgerecht bezahlen.

Das können sie tun, indem sie ihre Forderungen gegenüber den Kassen selbstbewusster und deutlicher zur Sprache bringen, fordert der Verband. Zu Recht.

Schon angesichts des drohenden Fachkräftemangels müssen Praxisinhaber daran interessiert sein, dass die medizinischen Fachberufe für junge Menschen attraktiv bleiben. In manchen Regionen Deutschlands ist der Mangel schon Realität.

Zudem würde gerade auf dem Land die Versorgungsqualität der Patienten leiden, wenn sich immer weniger VERAHs und EVAs bereit erklären, dem Hausarzt unter die Arme zu greifen.

Lesen Sie dazu auch: 50 Jahre MFA: Es hapert nicht nur beim Gehalt

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Personalführung

Altersvorsorge und mehr: Mit Benefits zu besserer Mitarbeiterbindung

Kooperation | In Kooperation mit: dem Finanzdienstleister MLP
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Ein Arzt erläutert seinem Patienten mit Fettlebererkrankung anhand eines Anatomiemodell der Leber die prognostischen Risiken.

© manassanant / stock.adobe.com

Hepatisches Risiko erhöht

Schlank und MASLD – das macht der Leber schwer zu schaffen

Eine Hand lehnt demonstrativ eine Spritze ab.

© anyaivanova / Getty Images / iStock

1,1 Millionen Erwachsene befragt

COVID-19: Impfskepsis häufig doch überwindbar

Spritze zum Impfen mit Schriftzug

© Fiedels / stock.adobe.com

Hotline Impfen

Stellen Sie Ihre Fragen zum Impfen!