Biologicals

Mehr Verordnungen im Osten

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MÜNCHEN. Ärzte in den neuen Bundesländern zeichnen sich durch besondere Innovationsfreude aus. Das gilt einer aktuellen Studie zufolge jedenfalls für Biologicals zur Behandlung Rheumatoider Arthritis.

Die Münchener Unternehmensberatung Novumed hat auf Basis von Daten des Marktforschers Insight Health aus 2012 unter anderem das Verordnungsverhalten ostdeutscher Rheumatologen analysiert.

Das Resultat: "Pharmaunternehmen verdienen mit bestimmten Biologika im Osten durchschnittlich mehr als das Doppelte pro Arzt und Jahr als im Westen."

Konkret würden mit Rheuma-Antikörpern in den neuen Bundesländern pro Arzt und Jahr durchschnittlich 127 Prozent höhere Umsätze erzielt als im Westen. Zur Erklärung führen die Berater von Novumed die "historisch und kulturell bedingt geringere Preissensitivität bei Ärzten in Ostdeutschland" an.

Signifikante Unterschiede ließen sich demnach auch bei der Verordnungsmenge ermitteln. Hinsichtlich der Verschreibungen pro Arzt beträgt die Ost-West-Differenz im Teilmarkt der Biologicals durchschnittlich 66 Prozent und mit den verordneten Einheiten lagen die ostdeutschen Rheumatologen im Schnitt sogar um 108 Prozent über ihren West-Kollegen. (cw)

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