München

Millionenschaden: Hausarzt soll Behandlungen fingiert haben

Ein Allgemeinmediziner aus München soll in großem Stil Behandlungen abgerechnet haben, die es nicht gab. Der Schaden wird auf rund drei Millionen Euro geschätzt.

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München. Ein Münchner Arzt soll Behandlungen im Wert von rund drei Millionen Euro abgerechnet haben, obwohl diese nie stattgefunden haben. Die dafür verwendeten Daten stammten in den meisten Fällen von Menschen, die als sogenannte Notfallpatienten nur einmal zur Behandlung in der Praxis des Tatverdächtigen gewesen seien, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Der Arzt habe damit dann weitere Behandlungen abgerechnet – die es aber nicht gab.

Ein Mitarbeiter einer Krankenkasse habe den Betrug bemerkt und den Arzt angezeigt. Umfangreiche Ermittlungen – bestehend aus Patientenbefragungen und Recherchen bei weiteren Krankenkassen – hätten den Tatverdacht nun auch erhärtet, hieß es seitens der Polizei. Bereits im Juni 2020 durchsuchten die Ermittler die Privat- und Praxisräume des Arztes und stellten Unterlagen sicher.

Das Ermittlungsergebnis werde der Bayerischen Zentralstelle zur Bekämpfung von Betrug und Korruption im Gesundheitswesen bei der Generalstaatsanwaltschaft Nürnberg übermittelt, die die weitere Prüfung des Betrugsfalls übernehme. (dpa)

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