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Ministerin sieht bei Partikeltherapie Rhön in der Pflicht

WIESBADEN (maw/ava). Die Ankündigung des privaten Klinik-Betreibers Rhön AG und der Siemens AG, die Partikeltherapieanlage am Universitätsklinikum in Marburg ausschließlich als Forschungs- und Entwicklungsanlage für Siemens zu nutzen, stößt bei Hessens Staatsministerin Eva Kühne-Hörmann auf Unverständnis.

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Marburger Uni-Klinikum Lahnberge: Partikeltherapieanlage steht in Kritik.

Marburger Uni-Klinikum Lahnberge: Partikeltherapieanlage steht in Kritik.

© Rolf K. Wegst

Damit würde Rhön die gemeinsame Investitionsvereinbarung nicht ausreichend erfüllen. Zuvor hatte Kühne-Hörmann alle Beteiligten zu Gesprächen an einen Tisch gebeten. Sie wolle alle Möglichkeiten ausloten, den Einsatz der Partikeltherapie am Universitätsklinikum Marburg zum Wohl der Patienten voranzubringen

Wie es in Mitteilungen des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst heißt, ist eine Gesamtinvestitionssumme für das Universitätsklinikum Gießen und Marburg in Höhe von 367 Millionen Euro geflossen.

Und hier sehe die Ministerin Rhön in der Pflicht, die dazugehörige Vereinbarung mit dem Land Hessen nun auch voll zu erfüllen.

Einrichtung des Therapiezentrums war vertraglich festgelegt

Sie verweist dabei auf Paragraf 15 Absatz 3 des Konsortialvertrags. Dort sei die Errichtung einer PET/CT-Anlage einschließlich Zyklotron, Syntheselabor - entweder am Standort Gießen oder am Standort Marburg - sowie einer Partikeltherapieanlage festgehalten.

"In jedem Fall ist sicherzustellen, dass die Partikeltherapieanlage nach Maßgabe des Kooperationsvertrages für Zwecke von Forschung und Lehre zur Verfügung steht", stehe im besagten Paragrafen. Dieser Verpflichtung sei Rhön noch nicht nachgekommen.

Nach Überzeugung des privaten Klinikbetreibers ist ein klinischer Dauerbetrieb derzeit nicht möglich. Rhön-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pföhler bedauerte, "dass der Hersteller nicht die technischen Voraussetzungen schaffen konnte, damit die Partikeltherapieanlage rasch in den klinischen Routinebetrieb gehen kann."

Die Rhön-Kliniken wollten ihre Patienten gerne mit der neuen Technologie behandeln, so Pföhler. Vorerst werde sein Unternehmen alles tun, damit die Anlage in Marburg für die Forschung wertvolle Dienste leisten könne.

Die Philipps-Universität Marburg setzt sich nach den Worten von Präsidentin Professor Katharina Krause mit ihrer wissenschaftlichen und ärztlichen Expertise für einen Erfolg des Partikeltherapiezentrums ein.

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