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Coronavirus-Pandemie

Öffentliche Haushalte versinken in roten Zahlen

Die Coronavirus-Pandemie lässt Einnahmen der Haushalte einbrechen, die Ausgaben steigen. Zur Jahresmitte addiert sich das Finanzierungsdefizit auf fast 90 Milliarden Euro.

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Wiesbaden. Die Coronavirus-Pandemie belastet die öffentlichen Haushalte und hat zum ersten Mal seit Jahren ein Finanzierungsdefizit entstehen lassen.

Die Einnahmen der Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherung gingen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erstmals seit dem Jahr 2012 zurück, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Die Summe sank demnach um knapp fünf Prozent auf 709,4 Milliarden Euro. Zugleich stiegen die Ausgaben um 8,6 Prozent auf 797,8 Milliarden Euro.

Die Lücke führt zu einem kassenmäßigen Finanzierungsdefizit von 89,8 Milliarden Euro. Ein Defizit für die erste Jahreshälfte hatte der öffentliche Gesamthaushalt zuletzt im Jahr 2015 verzeichnet.

Sozialkassen weisen ein Defizit von 17,7 Milliarden Euro auf

Die Sozialversicherung wies den Angaben zu Folge im ersten Halbjahr dieses Jahres ein Finanzierungsdefizit von 17,7 Milliarden Euro aus. Im Vorjahreszeitraum betrug das Defizit lediglich 700 Millionen Euro.

Die Ausgaben der Sozialkassen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um acht Prozent auf 362,6 Milliarden Euro. Auch ihre Einnahmen stiegen – um 2,9 Prozent auf 344,9 Milliarden Euro.

Grund für den Einnahmerückgang der öffentlichen Haushalte seien geringere Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Abgaben, so die Statistiker. Auch die gestiegenen Ausgaben ließen sich hauptsächlich durch höhere Zuweisungen und Zuschüsse in Folge der Corona-Pandemie erklären, darunter Soforthilfen für Unternehmen und Zahlungen zur Unterstützung der Krankenhäuser. (dpa)

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