Medikationsplan

Oft Sonder-Update der EDV erforderlich

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NEU-ISENBURG. Die späte Einigung zwischen den Vertragspartnern über die Honorierung des Medikationsplans führt bei den Updates der Softwarehäuser nach den Problemen bei den Heimversorgungsziffern im Juli auch in diesem Quartal zu Komplikationen.

Um auch die neuen Leistungen schon in die Software integrieren zu können, liefern einige Softwarehersteller ihre Quartals-Updates später als gewöhnlich aus. Das hat die "Ärzte Zeitung" auf Anfrage erfahren.

Andere Softwarehäuser haben Sonder-Updates für die neuen EBM-Positionen angekündigt. In der Regel sollten die Inhalte rechtzeitig online bereit stehen. In manchen Programmen können Ärzte aber neue Leistungen auch selbst anlegen und dann auch regelgerecht abrechnen.

Die Informationen über die Struktur des Plans sind rechtzeitig an die Softwarehäuser gegangen, sodass diese Inhalte umgesetzt und in den Regel-Updates ausgeliefert worden sein sollten.

Die Softwarehäuser fahren bei der Umsetzung der Neuerung unterschiedliche Strategien: Aus der Branche verlautet, dass der Aufwand zur Umsetzung des Medikationsplans erheblich gewesen sei.

Manche Softwarehäuser sehen diesen Aufwand mit der Softwarewartungsgebühr als abgegolten an. Andere haben Komfort-Versionen entwickelt, die meist für einen niedrigen dreistelligen Betrag angeboten werden.

Angesichts der niedrigen Honorierung könnte die Versuchung aber groß sein, die bereits vorhandenen und häufig ausgereiften Lösungen für Medikationspläne einfach weiter zu nutzen. Von der Idee des bundesweit einheitlichen und interoperablen Medikationsplans wäre in dem Fall allerdings nicht mehr viel übrig. (ger)

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Kosten und Nutzen

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