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Online-Therapieprogramm bei Depressionen als DiGA zugelassen

Ärzte können Patienten mit Depressionen ab März die Digitale Gesundheitsanwendung „Deprexis“ zur Therapieunterstützung verordnen. Das Programm hat eine dauerhafte Zulassung erhalten.

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Berlin. Mit „deprexis®“ hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) die nächste Digitale Gesundheitsanwendung (DiGA) zugelassen. Damit sind nun insgesamt elf Anwendungen im DiGA-Verzeichnis gelistet und können von Ärzten auf Kassenkosten verordnet werden.

„deprexis®“ ist ein onlinebasiertes Selbsthilfeprogramm zur Therapieunterstützung von Menschen mit unipolarer Depression und/oder depressiver Verstimmung. Das Mindestalter für die Anwendung beträgt 18 Jahre. Das Programm soll in Ergänzung zur Behandlung beim Haus-, Facharzt oder Psychotherapeuten eingesetzt werden. Das Programm basiert laut BfArM auf „etablierten psychotherapeutischen Ansätzen und Verfahren insbesondere der kognitiven Verhaltenstherapie (KVT)“.

Das Programm lässt sich, so der Hersteller, als „Weggefährte“ im Alltag nutzen. Ziel ist es, den Patienten zu einem besseren Umgang mit depressiven Beschwerden zu aktivieren. Dazu vermittelt das Programm den Angaben zufolge Techniken und Übungen der kognitiven Verhaltenstherapie, zum Beispiel das Aufspüren und Verändern schädlicher Gedankenmuster, Problemlösekompetenzen oder Achtsamkeits- und Entspannungsübungen.

Die Zulassung erfolgte dauerhaft. Durch randomisiert kontrollierte Studien konnte der Hersteller einen positiven Versorgungseffekt nachweisen.

Ärzte können die Webanwendung ab dem 1. März dann über ihr PVS verordnen, PZN: 17265872. Der Preis liegt bei 297,50 Euro. Die Kosten trägt die Krankenkasse, es fallen keine Zusatzkosten für den Patienten an. Das Programm ist zugelassen für die Indikationen F32.0, F32.1, F32.2, F33.0, F33.1 und F33.2. Die Anwendungsdauer pro Verordnung beträgt 90 Tage. (mu)

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