Personalisierte Onkologie

Open6GHub soll Weg zur effizienten Datennutzung ebnen

Das Projektkonsortium Open6GHub wird an der Entwicklung und Umsetzung intelligenter Kommunikationsnetze und der nächsten Mobilfunkgeneration 6G arbeiten. Im Fokus steht dabei auch die Medizin.

Matthias WallenfelsVon Matthias Wallenfels Veröffentlicht:
Der künftige Mobilfunkstandard 6G soll hochperformante Kommunikationsnetzwerke erlauben – eine Basis für die von Big Data getriebene Forschung und Versorgung – unter anderem in der Medizin.

Der künftige Mobilfunkstandard 6G soll hochperformante Kommunikationsnetzwerke erlauben – eine Basis für die von Big Data getriebene Forschung und Versorgung – unter anderem in der Medizin.

© greenbutterfly / stock.adobe.com

Kaiserslautern/Berlin. Zuverlässige und hochperformante Kommunikationsnetzwerke sind ein Innovationsbeschleuniger der digitalen Gesellschaft. Um technologisch souverän sein zu können, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Projekt Open6GHub in den nächsten vier Jahren mit rund 68 Millionen Euro. Das Projektkonsortium aus 17 Partnern wird an der Entwicklung und Umsetzung intelligenter Kommunikationsnetze und der nächsten Mobilfunkgeneration 6G arbeiten. Open6GHub wird am Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) koordiniert von Professor Hans Schotten, der am DFKI den Forschungsbereich Intelligente Netze und an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) das Fachgebiet Funkkommunikation und Navigation leitet.

Deutschland und Europa müssen nach Schottens Überzeugung die Schlüsseltechnologie 6G maßgeblich mitgestalten, frühzeitig technologische Grundlagen entwickeln und schützen, um mit innovativen und international wettbewerbsfähigen Produkten wichtiger Akteur am globalen Markt zu werden. Der Open6GHub designe ein ganzheitliches 6G-System, das ressourcenschonend und energieeffizient arbeiten, den Schutz persönlicher Daten gewährleisten und eine hohe Verfügbarkeit der Netze sicherstellen soll. 6G solle als Infrastruktur für zukünftige mobile und hochsichere Anwendungen dienen, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen basieren.

2030 könnte es soweit sein

Das Konsortium betrachtet schwerpunktmäßig Anwendungsfelder mit sehr hohen Anforderungen an Qualität und Sicherheit der Kommunikationstechnik: Hochvernetzte Produktion, zukünftige Mobilitätsszenarien, neue Lernwelten, personalisierte Medizin – speziell in der Onkologie werden künftig für die individualisierte Diagnostik und Therapie riesige Datenmengen in angemessener Geschwindigkeit zu verarbeiten sein – und vor allem die Interaktion des Menschen mit einer Vielzahl autonomer Fahrzeuge und Geräte sind Beispiele für eine Welt ab dem Jahr 2030, die durch 6G geprägt sein könnte. Weiterhin wird 6G absehbar auch eine Schlüsselrolle bei der forcierten Digitalisierung zum Zwecke der Nachhaltigkeit und der Umsetzung klimapolitischer Ziele spielen.

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