Klinische Studie

PEI genehmigt zweite Studie mit Rekonvaleszentenplasma

Auch mehrere große Unikliniken wollen jetzt Sars-CoV-2-Antikörper aus dem Blut Genesener als Behandlungsoption testen.

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Langen. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat eine weitere, in Deutschland jetzt die zweite Therapiestudie mit Rekonvaleszentenlasma gegen COVID-19 genehmigt.

„Es gibt erste ermutigende Hinweise auf einen Nutzen der Anwendung von Rekonvaleszentenplasma bei schwer Erkrankten, aber ein wissenschaftlich fundierter Wirksamkeitsnachweis fehlt“, so die Behörde. Auch die Ethikkommission habe bereits zugestimmt, heißt es.

Die aktuell genehmigte Phase-II-Studie („RECOVER“) soll Auskunft über Sicherheit und Wirksamkeit Sars-CoV-2-spezifischer Antikörper aus dem Blut Genesener bei der Behandlung vor allem solcher Patienten geben, die ein hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf haben. Dazu zählen laut Studienbeschreibung des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) unter anderem Krebspatienten, medikamentös Immunsupprimierte oder Patienten über 75.

Neun Prüfzentren beteiligt

Bei dem randomisierten Versuch wird die Plasma-Gabe gegen eine im jeweiligen Prüfzentrum festgelegte antivirale sowie unterstützende Behandlung verglichen. Bisher sind den Angaben zufolge neun Prüfzentren beteiligt, darunter auch die Universitätskliniken Frankfurt und Dresden sowie die Charité. Sponsor ist das Heidelberger Uniklinikum, Studienleiter der ärztliche Direktor der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Rheumatologie, Professor Carsten Müller-Tidow.

Eine erste klinische Studie mit Rekonvaleszentenplasma gegen COVID-19 hatte das PEI Anfang April genehmigt. Sponsor dieses Versuchs ist der DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen. (cw)

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