PKV-Bilanz

PKV-Branche setzt weiter auf Trendwende

Im Neugeschäft bei den Vollversicherten geht es für die PKV seit 2013 kontinuierlich aufwärts.

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KÖLN. Die privaten Krankenversicherer (PKV) hoffen in ihrem Kerngeschäftsfeld auf eine Trendwende. Nach vorläufigen Zahlen hat sich der Rückgang bei der Zahl der Vollversicherten 2016 erneut verlangsamt.

Ende 2016 hatten 8,77 Millionen Personen eine private Vollversicherung, das waren 17.300 weniger als ein Jahr zuvor. 2013 hatten die PKV-Unternehmen bei den Vollversicherten noch ein Minus von 66.200 hinnehmen müssen. 2015 betrug der Rückgang 47.100.

"Im Neugeschäft geht es damit seit dem Tiefpunkt 2013 Jahr für Jahr kontinuierlich aufwärts", sagte der Vorsitzende des PKV-Verbands Uwe Laue. Erstmals seit 2012 verzeichnete die PKV-Branche im zweiten Halbjahr 2016 einen positiven Saldo beim Nettoneuzugang.

Auch die Wechselbilanz mit der gesetzlichen Krankenversicherung hat sich zugunsten der PKV entwickelt: Während im vergangenen Jahr 121.000 Personen von der GKV in die PKV gingen, nahmen 120.000 die umgekehrte Richtung.

In den Jahren zuvor waren jeweils mehr Menschen von der PKV in die GKV gewechselt – was noch im Dezember zu Berichten über ein langsames Ausbluten der PKV geführt hatte.

Bei den Zusatzversicherungen verzeichneten die Versicherer einen Anstieg um 1,3 Prozent auf 25,1 Millionen. "Der Trend zur privaten Vorsorge, um den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung aufzustocken, setzt sich somit fort", sagte Laue.

Die Beitragseinnahmen der Unternehmen in der Kranken- und Pflegeversicherung legten um 1,1 Prozent auf 37,2 Milliarden Euro zu, die Versicherungsleistungen erhöhten sich um 1,5 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro. Ende 2016 beliefen sich die angesparten Alterungsrückstellungen der Versicherten auf 233 Milliarden Euro, das waren 5,9 Prozent mehr als 2015. (iss)

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