Versicherung

R+V und IBM arbeiten bei elektronischer Patientenakte zusammen

Ab Sommer 2023 soll die elektronische Patientenakte allen Vollversicherten zur Verfügung stehen. Anders als in der GKV ist das digitale Tool in der PKV nicht Pflicht.

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Köln. Die R+V Krankenversicherung hat sich für die elektronische Patientenakte (ePA) des Unternehmens IBM Consulting entschieden. Geplant ist, dass die ePA den Vollversicherten des privaten Krankenversicherers (PKV) – zurzeit sind es rund 65.000 – ab dem Sommer 2023 zur Verfügung stehen wird.

Nach dem gerade unterzeichneten Vertrag wird IBM das ePA-Aktensystem, eine individualisierte Service-App und einen Identitätsprovider bereitstellen. Gleichzeitig ist das Softwareunternehmen für den sicheren Betrieb in Rechenzentren in Deutschland zuständig.

Anders als in der GKV ist das Angebot einer ePA in der PKV keine Pflicht. Um nicht hinter der gesetzlichen Konkurrenz zurückzustehen, arbeiten aber die meisten Anbieter an Konzepten. Bislang haben sich erst wenige für eine konkrete technische Lösung entschieden. Neben der R+V will auch die Continentale mit der IBM-Akte arbeiten, die Signal Iduna hat den Anbieter RISE ausgewählt. Beide Unternehmen arbeiten bei der ePA auch mit gesetzlichen Krankenkassen zusammen.

„Gemeinsam mit IBM bieten wir eine Lösung auf technisch höchstem Niveau mit einer einfach zu bedienenden App“, sagt Nina Henschel, Vorständin der R+V Kranken. Der Versicherer sieht die ePA als Teil seiner Service-Offensive. Die R+V-Gruppe hat ehrgeizige Wachstumspläne in der Krankenversicherung. (iss)

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