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Rhön-Kliniken: Investitionsstrategie bringt Wachstum

Während andere umstrukturieren und sparen, investieren die Rhön-Kliniken kräftig in Neubauten. Mit Erfolg: Umsatz und Gewinn 2011, aber auch die Patientenzahlen sind deutlich gestiegen.

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Einer von vielen Rhön-Standorten: Neurologische Klinik Bad Neustadt.

Einer von vielen Rhön-Standorten: Neurologische Klinik Bad Neustadt.

© Rhön-Klinikum

BAD NEUSTADT/SAALE. (shl/ava). Der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat im vergangenen Jahr dank gestiegener Patientenzahlen Umsatz und Gewinn gesteigert. Belastet sieht sich das Unternehmen aus Bad Neustadt von schwierigen Rahmenbedingungen bei den Kostenerstattungen und dem erheblichen Preisdruck im Kliniksektor.

Mit einem Umsatzzuwachs von drei Prozent auf 2,63 Milliarden Euro und einem um elf Prozent gestiegenen Konzerngewinn von 161 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2011 hat die Rhön-Klinikum AG nach eigenen Angaben ihre selbst gesteckten Ziele erreicht.

Das operative Ergebnis (EBITDA) des fränkischen Unternehmens verbesserte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 9,8 Prozent auf 337 Millionen Euro. Dabei standen im vergangenen Jahr größere Investitionen in Klinik-Neubauten in Gießen, Marburg, Hildesheim, Erlenbach und München an.

"Wir rechnen mit steigender Nachfrage"

Auch 2012 erwartet der Klinikbetreiber gute Geschäfte. "Wir rechnen wiederum mit einer steigenden Nachfrage in unseren Krankenhäusern und einem entsprechenden Ergebnisbeitrag", erklärte Finanzvorstand Erik Hamann.

In den Kliniken der Gruppe wurden im vergangenen Jahr etwa 2,28 Millionen Patienten behandelt. Dies entspricht einem Zuwachs von 11,5 Prozent zum Vorjahr. Rhön beschäftigt mehr als 39 000 Mitarbeiter.

Entscheidend für die weitere Entwicklung des privaten Klinikbetreibers ist die endgültige Entscheidung in Wiesbaden über den Verkauf des Minderheitsanteils von 49 Prozent an den kommunalen Dr. Horst-Schmidt-Kliniken.

Es wird erwartet, dass Rhön den Zuschlag für die Beteiligung bekommt und sich gegen Wettbewerber wie die Fresenius-Tochter Helios und Sana-Kliniken durchsetzen kann. Der Wiesbadener Magistrat hatte sich im Januar für einen Verkauf an die Rhön-Kliniken ausgesprochen. In Wiesbaden betreibt Rhön bereits zwei Krankenhäuser: die Deutsche Klinik für Diagnostik und die Aukamm-Klinik.

Seit Jahren versucht die Rhön-Klinik, sich vom klassischen Klinikbetreiber zum integrierten Gesundheitsversorger zu entwickeln. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Medizinischen Versorgungszentren (MVZ), über die Rhön in den ambulanten Markt einsteigt.

Mittlerweile betreibt Rhön neben 53 Kliniken auch 38 MVZ. Das stößt bei niedergelassenen Ärzten selten auf Gegenliebe. Häufig reagieren sie zurückhaltend bis ablehnend.

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