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„Zeitnah zum Impfbeginn“

SARS-CoV-2-Geimpfte sollen Nebenwirkungen per App melden können

Eine neue App zum Melden von Nebenwirkungen nach einer Corona-Impfung ist in Vorbereitung. Dabei greifen die Entwickler auf eine bereits erprobte Influenza-App zurück.

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Alle zeigen aufs Smartphone in Coronazeiten: Es kann helfen, sein Infektionsrisiko einzuschätzen – und soll nun auch dem unkomplizierten Melden von Nebenwirkungen dienen.

Alle zeigen aufs Smartphone in Coronazeiten: Es kann helfen, sein Infektionsrisiko einzuschätzen – und soll nun auch dem unkomplizierten Melden von Nebenwirkungen dienen.

© Daniel Berkmann / stock.adobe.com

Berlin. Die Bundesregierung plant eine neue App, über die Bürger nach einer Impfung gegen SARS-CoV-2 Verdachtsmeldungen von Nebenwirkungen melden können. Die App entsteht unter Federführung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), wie dieses auf Nachfrage bestätigt. In Vorbereitung sei derzeit eine eigene App – „SafeVac 2.0“.

In seiner ursprünglichen Version wurde die „SafeVac“-App bereits in der Impfsaison 2018/2019 in Zusammenhang mit Influenza getestet. Seinerzeit konnten Personen, die in drei ausgewählten Studienzentren geimpft wurden, über ihre Smartphones das Auftreten von Nebenwirkungen sowie das Ausbleiben unerwünschter Impfreaktionen erfassen und anonym an das PEI zu übermitteln.

Die Ergebnisse des Feldversuchs legten nahe, dass die Technologie grundsätzlich positiv bewertet wurde. Entscheidend sei aber ein überzeugendes Datenschutzkonzept.

Basierend auf diesen Erfahrungen ist nun „SafeVac 2.0“ für die Begleitung der Corona-Impfungen in der Vorbereitung. „Wir werden diese App für Corona nutzen“, bestätigte auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwochabend während einer virtuellen Veranstaltung des health innovation hub (hih).

Nach Angaben der Sprecherin des PEI sei geplant, „die App zeitnah zum Impfbeginn verfügbar zu machen“. Einen genauen Zeitpunkt nannte sie nicht.

Pharmakovigilanz online als Alternative

Zudem gibt es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts auch im Falle der Corona-Impfungen die bewährte Möglichkeit eine Pharmakovigilanz online beim PEI und Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zu melden.

Spahn hatte zuletzt am Dienstagabend in den „Tagesthemen“ angekündigt, allen Bürgern die Möglichkeit geben zu wollen, „nach der Impfung Nebenwirkungen schnell zu melden. Wir werden das sehr, sehr transparent machen.“ Vertrauen sei beim Impfen „das Allerallerwichtigste“, betonte Spahn in der ARD.

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hatte am Dienstag angekündigt, schon am 21. Dezember ihr Gutachten über den Impfstoff von Biontech und Pfizer vorlegen zu wollen. (mu)

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