Arbeitsmarkt

Schutz der Gesundheit schafft Arbeit

Die Internationale Arbeitsorganisation mahnt eine allgemeine Gesundheitsabsicherung als Quelle neuer Jobs im Gesundheitswesen an.

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GENF. Weltweit muss mehr dafür getan werden, dass jeder Mensch Zugang zu einer qualifizierten Gesundheitsversorgung hat, ohne in finanzielle Nöte zu kommen.

Das mahnte Guy Ryder, Generaldirektor der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), am Freitag anlässlich des Universal Health Coverage Day an.

Die ILO schätze, dass im laufenden Jahr mehr als 90 Prozent der Weltbevölkerung, die in Ländern mit niedrigem Einkommen leben, keinen Gesundheitsschutz genießen und dass mehr als die Hälfte der Landbevölkerung rund um den Globus keinen Zugang zur Gesundheitsversorgung hat.

Mit 5,6 Prozent profitiere nur ein Bruchteil der älteren Bevölkerung auf der Welt von allgemeiner Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege.

Wie Ryder hervorhob, schätzt die ILO, dass weltweit rund 10,3 Millionen Mitarbeiter in Gesundheitsberufen fehlen. Diese Lücke könnte geschlossen werden, wenn eine allgemeine Gesundheitsabsicherung gewährleistet sei, die somit als Fundament für neue, qualifizierte Jobs im Gesundheitswesen dienen könne.

Die allgemeine Gesundheitsabsicherung würde das Leben von Millionen Menschen verbessern und wesentlich dazu beitragen, die Ziele der im September in New York im Rahmen des UN-Nachhaltigkeitsgipfels verabschiedeten UN 2030 Agenda für nachhaltige Entwicklung zu erreichen, so Ryder.

Unter Ziel Nummer drei "Health" sind dort verschiedene Bestrebungen subsumiert, die vor allem Entwicklungsländer betreffen. So soll unter anderem die Müttersterblichkeit weltweit um weitere zwei Drittel auf weniger als 70 je 100.000 Lebendgeburten reduziert werden (wir berichteten). (maw)

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