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Kommentar zur IGeL-Staatshilfe

Schwarzer Peter im Sommerloch

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

Wenn das Stichwort IGeL fällt, dann meist in Zusammenhang mit üblen Schimpfkanonaden über angeblich geldgierige Ärzte. Da ist der Schwarze Peter ganz klar zugeteilt. Diesmal ist der Fall etwas anders gelagert. Das Sommerloch hat er aber trotzdem gut gefüllt.

Die Bundesregierung fördert IGeL-Verkaufstrainings für Ärzte - Verzeihung: förderte. Die angekündigte Änderung der Förderrichtlinie hat das Bundeswirtschaftsministerium extrem schnell vollzogen. Vielleicht war die Änderung selbst aber genauso überflüssig wie die Ankündigung. Ein Jurist vertritt die Auffassung, dass solche Veranstaltungen schon bisher nicht förderfähig waren.

Sei's drum: Der Schwarze Peter wanderte in diesem Sommerspiel munter umher. Erst wurde "findigen Ärzten" unterstellt, sie hätten eine Lücke im Förderrecht ausgenutzt. Dann wurde die Bundesregierung für diese Lücke angegriffen. Sie hat sich eifrig bemüht, den Schwarzen Peter schnell abzugeben.

Das Spielchen ging so lange, dass einige Ärzte schon vermuteten, es sei das Vorspiel zum Milliardenpoker um die Arzthonorare. Schließlich ist der Schwarze Peter dort gelandet, wo er hingehört: im Sommerloch. Dort möge er ruhen. Nicht selten lenkt künstliche Aufregung von Wichtigerem ab.

Lesen Sie dazu auch: Staatshilfe für IGeL: Viel Lärm um nichts

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