Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zur IGeL-Staatshilfe

Schwarzer Peter im Sommerloch

Angela MisslbeckVon Angela Misslbeck Veröffentlicht:

Wenn das Stichwort IGeL fällt, dann meist in Zusammenhang mit üblen Schimpfkanonaden über angeblich geldgierige Ärzte. Da ist der Schwarze Peter ganz klar zugeteilt. Diesmal ist der Fall etwas anders gelagert. Das Sommerloch hat er aber trotzdem gut gefüllt.

Die Bundesregierung fördert IGeL-Verkaufstrainings für Ärzte - Verzeihung: förderte. Die angekündigte Änderung der Förderrichtlinie hat das Bundeswirtschaftsministerium extrem schnell vollzogen. Vielleicht war die Änderung selbst aber genauso überflüssig wie die Ankündigung. Ein Jurist vertritt die Auffassung, dass solche Veranstaltungen schon bisher nicht förderfähig waren.

Sei's drum: Der Schwarze Peter wanderte in diesem Sommerspiel munter umher. Erst wurde "findigen Ärzten" unterstellt, sie hätten eine Lücke im Förderrecht ausgenutzt. Dann wurde die Bundesregierung für diese Lücke angegriffen. Sie hat sich eifrig bemüht, den Schwarzen Peter schnell abzugeben.

Das Spielchen ging so lange, dass einige Ärzte schon vermuteten, es sei das Vorspiel zum Milliardenpoker um die Arzthonorare. Schließlich ist der Schwarze Peter dort gelandet, wo er hingehört: im Sommerloch. Dort möge er ruhen. Nicht selten lenkt künstliche Aufregung von Wichtigerem ab.

Lesen Sie dazu auch: Staatshilfe für IGeL: Viel Lärm um nichts

Ihr Newsletter zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren