Kommentar

Sicherheit geht vor

Von Hauke Gerlof Veröffentlicht: 09.08.2018, 06:29 Uhr

Nicht nur für Dermatologen ist es eine gute Nachricht, dass das Bundesumweltministerium die Entfernung von Tätowierungen per Laser Fachärzten vorbehalten will. Auch für Patienten würde eine in diesem Sinne geänderte Verordnung mehr Sicherheit bringen – auch wenn sie dadurch möglicherweise etwas tiefer in die Tasche greifen müssen, als wenn sie ein Kosmetikinstitut konsultieren.

Wer in diesen heißen Tagen am Strand oder im Schwimmbad aufmerksam hinschaut, weiß, wie beliebt Tattoos mittlerweile geworden sind. Doch nicht jede Tätowierung bleibt bis zum Lebensende schön oder gewollt. Der Bedarf, Tätowierungen zu entfernen, wird daher kontinuierlich steigen – und dank moderner Laser-Technik ist dies auch inzwischen überwiegend schonend und unkompliziert möglich.

Der Arztvorbehalt ist dennoch richtig und wichtig. Zu leicht könnten bei alternder Haut vor der Entfernung per Laser Krebsvorstufen übersehen werden, die ein Facharzt sicher diagnostiziert. Nicht-Ärzten fehlt dafür die Qualifikation.

Schon das Aufbringen von Tattoos ist ja je nach Anbieter nicht immer hygienisch einwandfrei. Bei der Entfernung sollte Sicherheit auf jeden Fall vorgehen. Bleibt zu hoffen, dass die Verordnung auch wie geplant durchgeht.

Lesen Sie dazu auch: Laser gegen Farbe: Tattoo-Entfernung in Arzthand? Dermatologen sind zufrieden

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