Kommentar zur OECD-Länderstudie

So schlau wie zuvor

Von Martina Merten Veröffentlicht:

Es gibt massive Unterschiede in der Häufigkeit bestimmter Operationen zwischen den OECD-Ländern und zwischen ihren Regionen. Das hat eine OECD-Studie zum Vergleich von regionalen Variationen in 13 Ländern ergeben. Diese Variationen werden auf 416 Seiten ausführlich vorgestellt.

Warum es diese zum Teil erheblichen Schwankungen in der Häufigkeit von Herzoperationen, bei Kaiserschnitten, der Entnahme von Gebärmüttern, bei Operationen am Knie oder in der Anzahl der Krankenhausaufnahmen gibt, darüber verlieren die Wissenschaftler allerdings nur wenige Worte.

Einige Mutmaßungen, das war es. So könnten unterschiedliche Bedürfnisse von Patienten ein Grund sein, oder aber deren Morbidität.

Es könne aber auch an den Versorgungsstrukturen in den Regionen liegen oder an den Interessen und Überzeugungen der Anbieter, sagen die Autoren. Das ist banal. An der Stelle, an der der Leser neugierig wird und mehr erfahren will, stockt die Analyse. Es bedürfe weiterer Studien, so ein Fazit.

Gut wäre gewesen, die OECD hätte sich und der Untersuchung mehr Zeit gegeben und wirklich aufschlussreiche Ergebnisse über das Versorgungsgeschehen und dessen Qualität in den OECD-Ländern erarbeitet. So lässt einen das Mammutwerk ratlos zurück.

Lesen Sie dazu auch: OECD-Länderstudie: Große Schwankungen bei Op-Zahlen

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Kommentare
Dr. Wolfgang P. Bayerl 19.09.201418:56 Uhr

guter Kommentar, es ist in der Tat Stückwerk, vermutlich mit Vorsatz.

Eine lineare Betrachtung eines einzigen Faktors "Op-Häufigkeit" ist sowohl medizinisch wie wissenschaftlich unseriös.
Ob es den Patienten besser oder schlechter geht, scheint unwichtig zu sein.

Dahinter steck vermutlich der Wunsch (Auftrag) nach WENIGER Medizin,
und hier sind seit 40 Jahren die eher schlecht bezahlten Operationen immer Prügelknabe Nr.1
Das sieht man auch an der völlig veralterten GOÄ in Deutschland,
in der skandalöserweise z.B. eine offene Leistenbruch-Operation besser bezahlt wird als eine ungleich anspruchsvollere und für den Patient nicht nur schonendere, sondern auch rezidivsicherere "endoskopische" Operation. Die wird daher ambulant schlicht NICHT angeboten.

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