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Hepatitis C

Sofosbuvir spült Milliarden in Gileads Kasse

Das neue Hepatitis-C-Therapeutikum treibt den Umsatz von Gilead in neue Höhen. In den ersten drei Quartalen 2014 verdreifachte das Unternehmen seinen Gewinn. Krankenkassen haben schon mehrfach den "Wucherpreis" der Arznei kritisiert.

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FOSTER CITY. Von null auf hundert in Lichtgeschwindigkeit: Nach nur neun Monaten im Markt hat das Hepeatitis-C-Therapeutikum Sofosbuvir (Sovaldi®) bereits 8,6 Milliarden Dollar (rund 6,8 Milliarden Euro) erlöst und zählt damit zu den umsatzstärksten Medikamenten im weltweiten Pharmageschäft.

Hersteller Gilead meldet für die ersten drei Quartale 2014 einen Gesamtumsatz von 17,6 Milliarden Dollar (+120 Prozent). Der Gewinn nach Steuern fiel mit gleichfalls 8,6 Milliarden Dollar mehr als dreimal so hoch aus wie in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Und das, obwohl gleichzeitig auch die operativen Ausgaben um zwei Milliarden Dollar gestiegen sind.

Das vielfach als "1000-Dollar-Pille" titulierte Sovaldi® wurde im Dezember 2013 in den USA und einen Monat später in Europa zugelassen. Mitte Juli hatte der Gemeinsame Bundesausschuss dem Wirkstoff Sofosbuvir zur Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis-C-Virusinfektion (HCV) einen beträchtlichen Zusatznutzen attestiert.

Bis Ende September seien 117.000 Patienten mit dem HCV-Therapeutikum behandelt worden, heißt es in einer Mitteilung Gileads.

Allein im US-Markt spülte das Mittel 7,3 Milliarden Dollar in die Kasse des kalifornischen Biotechunternehmens. In Europa addierten sich die Sovaldi®-Verkäufe in den ersten neun Monaten auf rund 1,1 Milliarden Dollar.

Weitere große Gilead-Produkte sind die HIV-Therapeutika Atripla® (Tenofovir/Emtricitabin/Efavirenz) und Truvada® (Tenofovir/Emtricitabin), mit denen bis Ende September jeweils 2,5 Milliarden beziehungsweise 2,4 Milliarden Dollar erlöst wurden.

Die nächste große Wachstumshoffnung ist die HCV-Kombi-Pille Harvoni® (Sovosbuvir/Ledipasvir), die kürzlich in den USA zugelassen wurde. In Europa liegt seit Ende September eine Zulassungsempfehlung vor. (cw)

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