Stadt Marburg fordert: Klinik-Privatisierung rückgängig machen

MARBURG (coo). Der Magistrat der Stadt Marburg fordert die hessische Landesregierung auf, die Privatisierung des Universitätsklinikums rückgängig zu machen.

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"Ich weiß, dass diese Forderung schwer zu realisieren ist", sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel. Die Landesregierung habe die Privatisierung offensiv vorangetrieben und umgesetzt.

Daraus ergebe sich die Pflicht, die Gesundheitsversorgung und die Universitätsmedizin in der Region abzusichern. "Wenn es nötig ist, gehört dazu auch die Rückabwicklung", erklärte der Oberbürgermeister der rot-grün regierten Stadt.

Hessens Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) wies die Forderung zurück: "Dafür spricht nichts", sagte sie. Die Privatisierung des Universitätsklinikums Gießen und Marburg sei beispielhaft.

Dies werde an der medizinischen Qualität des Großkrankenhauses deutlich, die sich in steigenden Patientenzahlen, Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe und dem Urteil des Wissenschaftsrats widerspiegele.

Auch der hessische FDP-Fraktionsvorsitzende Florian Rentsch bezeichnete die Privatisierung als "Erfolgsmodell". Zudem könne es auch rechtlich keine Rückabwicklung geben.

Auslöser für die Forderung des Marburger Oberbürgermeisters ist der drohende Stellenabbau im Universitätsklinikum.

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