Medizinklima-Index

Stimmung der Ärzte bessert sich

Erstmals nähert sich der Medizinklima-Index dem positiven Bereich. Ärzte tragen allerdings kaum zu diesem Rekordwert bei.

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HAMBURG. Die Stimmung unter den niedergelassenen Ärzten, Zahnärzten und psychologischen Psychotherapeuten hellt sich deutlich auf. Allerdings tragen die Ärzte kaum zum Rekordhoch des aktuellen Medizinklima-Index (MKI) bei. Dieser nähert sich mit minus 2,6 erstmals dem positiven Bereich.

Bisheriger Spitzenwert war ein minus von 5,1 im Frühjahr 2012, im Frühjahr 2013 lag der Wert noch bei minus 6,4. Der MKI wird seit 2006 zwei Mal im Jahr erhoben, lag seitdem stets im Minus und erst drei Mal im einstelligen Bereich. Am schlechtesten war die Stimmung im Frühjahr 2009 mit minus 36,7.

Traditionell sind die Ärzte unter den für den MKI befragten Gruppen die größten Pessimisten. Mit einem Wert von minus 9,6 schätzen sie auch diesmal ihre wirtschaftliche Situation deutlich schlechter ein als Zahnärzte (plus 15,6) und psychologische Psychotherapeuten (plus 6,3).

Jeder Dritte erwartet Verschlechterung

Nur 28,5 Prozent der Ärzte bewerten die aktuelle wirtschaftliche Lage als gut, 54,5 Prozent sind zufrieden, 17,1 Prozent empfinden die eigene Lage gar als schlecht.

Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate sind bei 9,7 Prozent der Ärzte gut, 50 Prozent erwarten Kontinuität und 40,3 Prozent eine Verschlechterung.

Noch größer werden die Unterschiede zu den Ärzten bei der Perspektive für die kommenden sechs Monate. Ein Drittel erwartet eine Verschlechterung, elf Prozent rechnen mit einer Verbesserung.

Die Ursachen für diese Einschätzung werden über den von der Hamburger Stiftung Gesundheit in Auftrag gegebenen MKI nicht erhoben. Im Vergleich mit den Geschäftsklimata anderer Branchen liegt die ambulante Medizin zusammen mit dem Bauhauptgewerbe (minus 6,3) als einzige im negativen Bereich.

Am besten ist die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe mit plus 11,9. (di)

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