Teleradiologie: Netzwerk versorgt Schwerverletzte

BERLIN (eb). Die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU) startet mit TeleKooperation TNW® ein bundesweit einmaliges Teleradiologie-Netzwerk zur Versorgung Schwerverletzter.

Veröffentlicht:

In Sekundenschnelle können radiologische Bilder von Notfallpatienten elektronisch übermittelt werden. Mehrere Hundert Kliniken werden hierbei vernetzt, wie die DGU mitteilt.

Das Netzwerk ermöglicht eine schnelle Beratung mit Spezialisten, auch wenn diese weit voneinander entfernt sind. Mit dieser technischen und logistischen Innovation werde die Qualität und Sicherheit bei der Versorgung Schwerverletzter optimiert.

Bei der Unfallversorgung steht insbesondere die bildgebende Diagnostik im Zentrum der Therapieentscheidungen. Zum Austausch von radiologischen Bildern gibt es in der Bundesrepublik bereits in einigen Regionen teleradiologische Verbindungen zur Bildübertragung.

Es existiert laut DGU allerdings bisher kein System, das die Anforderungen der zeitkritischen Notfallversorgung mit sofortigem Datentransfer unter Einhaltung aller Datenschutzricht linien unterstützt.

Dies bedeutet in der Praxis, dass auch heute noch Röntgenbilder mit dem Taxi transportiert werden, Ärzte auf CT-Bilder warten, Doppeluntersuchungen mit unnötiger Strahlenbelastung veranlasst oder der Patient sogar zur speziellen Befundung und Entscheidungsfindung über die weitere Therapie in entfernte Kliniken transportiert werden muss. Das verbraucht enorme Ressourcen und wertvolle Zeit.

Das gestartete Teleradiologie-Netzwerk wird in der ganzen Bundesrepublik flächendeckend verfügbar sein, mit anderen bestehenden regionalen Netzen kompatibel und verknüpfbar sein.

TeleKooperation TNW® wurde von der DGU in enger Zusammen arbeit mit Vertretern der Arbeitsgemeinschaft Informationstechnologie der Deutschen Röntgengesellschaft (DRG) aufgebaut und wird jetzt umgesetzt.

Die Initiative zielt zu Beginn des Projektes besonders auf die Optimierung der Versorgung von Schwerverletzten in den Traumanetzwerken. Die gegenwärtig laufenden Pilotnetze im Saarland und in Schleswig-Holstein belegen laut DGU die sichere, datenschutzkonforme und anwenderfreundliche Funktion.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Was die MS-Behandlung auszeichnet

© Suphansa Subruayying | iStock

Lebensqualität

Was die MS-Behandlung auszeichnet

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

© AscentXmedia | iStock

Lebensqualität

Unsichtbare MS-Symptome im Fokus

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Dr_Microbe / stock.adobe.com

© Dr_Microbe / stock.adobe.com

Fünf Jahre orale Therapie mit Risdiplam

Breite Anwendbarkeit bei 5q-assoziierter SMA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Pharma AG, Grenzach-Wyhlen
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Abb. 1: Wirksamkeit in der klinischen Praxis von Brivaracetam über 12 Monate (alle Formen fokaler Anfälle)d

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Zusatzbehandlung fokaler Epilepsien

Effektivere Anfallskontrolle in der Kombinationstherapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: UCB Pharma GmbH, Monheim
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Psychologische Interventionen

Sprechende Medizin: 10 Schritte bei chronischen Schmerzen

Lesetipps
Der Boden eines Krankenhauses ist zu sehen. Auf einem Band steht in großen Buchstaben: NOTAUFNAHME.

© David/stock.adobe.com

Vergleich Mensch und Maschine

Sprachmodelle bei der Diagnosestellung Ärzten wohl oft ebenbürtig