Karlsruhe

Urteil im Prozess um Billig-Brustimplantate erwartet

Im Prozess um Brustimplantate aus Billigsilikon des französischen Herstellers PIP will das Landgericht Karlsruhe am Nachmittag sein Urteil fällen. Klägerin ist eine Frau aus Waghäusel, die Schadenersatz und Schmerzensgeld fordert.

Veröffentlicht: 25.11.2014, 18:33 Uhr

KARLSRUHE. Ihr waren die gesundheitsschädlichen Silikonkissen des inzwischen insolventen französischen Herstellers Poly Implant Prothèse (PIP) 2007 eingesetzt worden.

Das Verfahren lag fast zwei Jahre auf Eis, weil die Richter auf ein Gutachten warteten. PIP hat jahrelang Implantate aus billigem Industriesilikon verkauft. Von dem Skandal sind bundesweit rund 5000 Frauen betroffen.

Auf der Anklagebank sitzt auch der PIP-Pflichtversicherer Allianz France und der für die Prüfung der Kissen zuständige TÜV Rheinland.

Die Prüfstelle war in Frankreich zu Schadenersatz für rund 1600 Frauen verurteilt worden. In Deutschland hingegen entschieden Gerichte bislang zugunsten der Prüfstelle. Auch der Bundesgerichtshof (BGH) ist dazu inzwischen angerufen. (dpa)

Mehr zum Thema

Kommentar zur Verschiebung der novellierten EU-Medizinprodukteverordnung

Nur die Notbremse gezogen

Infektionsschutzgesetz

Beschränkung des Aufenthalts ist rechtmäßig

Gesundheitswesen in Spanien

EuGH rügt Dauervertretung im Gesundheitsdienst

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
S1-Leitlinie zu COVID-19 aktualisiert

DEGAM

S1-Leitlinie zu COVID-19 aktualisiert

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden