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Thüringen

Verdacht auf Abrechnungsbetrug in Thüringer Corona-Teststellen

Ermittlungen gegen sechs Betreiber von Coronateststellen meldet Thüringen. Informationen der Staatsanwaltschaft stammen von der KV.

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Meiningen/Erfurt. In Thüringen wird in sechs Fällen wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug in Corona-Teststellen ermittelt. Derzeit liefen Ermittlungen gegen Betreiber aus verschiedenen Teilen des Freistaats, wie die zuständige Staatsanwaltschaft in Meinigen der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag bestätigte. Zuvor hatte MDR Thüringen berichtet.

Die Hinweise stammen dem MDR zufolge von der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen. Laut Staatsanwaltschaft sind demnach in allen Verfahren noch umfangreiche Ermittlungen nötig. Zum Teil müsse eine Vielzahl von Testpersonen befragt werden, sagte Pressesprecher Jochen Grundler gegenüber dem MDR. Verhandlungstermine seien deshalb noch nicht absehbar. Auch eine Schadenshöhe könne noch nicht genannt werden. Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen und das Gesundheitsministerium hätten keine weiteren Details genannt.

Sechs Millionen Schnelltests in eineinhalb Jahren

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gab es laut MDR in Thüringen zu Höchstzeiten im Februar 2022 380 Testzentren gleichzeitig. Davon waren demnach 255 unabhängig von Arztpraxen, Apotheken oder dem öffentlichen Gesundheitswesen.

Wie aus der Antwort des Ministeriums auf eine kleine Anfrage hervorgeht, wurden zwischen Oktober 2020 und April 2022 mehr als 25 Millionen Euro für mehr als sechs Millionen Corona-Schnelltests bei der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen abgerechnet. (dpa)

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