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Sars-CoV-2-Diagnostik

Laborärzte wollen Absenkung des PCR-Test-Honorars „nicht hinnehmen“

Die Laborärzte kritisieren weiterhin die „unangemessene Abwertung“ der PCR-Tests. Aktuell steht die Verknüpfung der Corona-Warn-App mit Testergebnissen im Fokus.

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Berlin. Die Laborärzte lassen bei der Honorierung der PCR-Tests auf SARS-CoV-2 nicht locker: „Die Entscheidung des Erweiterten Bewertungsausschusses muss unbedingt ausgesetzt und überdacht werden!“

So lautete am Mittwoch der erneute Appell des Vorsitzenden der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM e.V.) Dr. Michael Müller an Selbstverwaltung und Politik in der wöchentlichen Pressekonferenz zur Corona-Diagnostik. Die „unangemessene und ungerechtfertigte Abwertung der PCR-Tests“ zum 1. Juli um 20 Euro werde man von Seiten der Laborärzte nicht einfach hinnehmen, so Müller weiter.

Vergütung im internationalen Vergleich auf niedrigem Niveau

Müller präsentierte internationale Vergleichswerte der Honorierung von PCR-Tests. So werde die SARS-CoV-Diagnostik in Spanien mit 93 Euro, in den USA und in der Schweiz mit 89 Euro, in Portugal mit 87,90 Euro und in Frankreich mit 73,70 Euro vergütet. Die aktuell bis zum 30. Juni gültige Vergütung in Deutschland von 59 Euro befinde sich somit bereits „auf sehr niedrigem Niveau“.

Auch Investitionen der Labore in eine gute Versorgung würden nicht honoriert: „Für die Ressourcen, die wir zur Entwicklung der Corona-Warn-App eingesetzt haben, gab es weder eine entsprechende Honorierung noch einen Zuschuss aus irgendeinem Corona-Topf – noch nicht einmal eine Anerkennung seitens der Projektpartner“, äußerte sich auch Dr. Christian Scholz, Vorstandsmitglied des ALM e.V., verärgert.

„Und dennoch halten wir es für wichtig, dass die Corona-Warn-App erfolgreich auch mit den PCR-Testergebnissen verknüpft werden kann. Daran arbeiten wir mit Hochdruck“, so Scholz.

Positivrate steigt in KW 25 auf 1,4 Prozent

In der 25. Kalenderwoche wurden den Angaben zufolge in den an der Umfrage teilnehmenden 135 Laboren 334.679 SARS-CoV-2-PCR-Tests (Vorwoche 278.410) ausgewertet. Von den durchgeführten Tests waren 4.656 (Vorwoche 2.295) Tests positiv. Damit sei die Positivrate von 0,8 Prozent in der KW 24 auf 1,4 Prozent gestiegen.

Aufgrund des anziehenden Infektionsgeschehens seien auch wieder mehr Antikörpertests nachgefragt worden. Laut ALM e.V. wurden insgesamt 56.316 (Vorwoche 48.509) Antikörpertests durchgeführt. Aktuell stünden Testkapazitäten für rund 911.376 Tests pro Woche (Vorwoche 904.218) für umfassende Covid-19-Diagnostik zur Verfügung. (syc)

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