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Vorwürfe gegen Klinik waren Rufmord-Kampagne

KÖLN (iss). Die Behandlungsfehlervorwürfe gegen Ärzte der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (THG) des Universitätsklinikums Münster (UKM) haben sich als haltlos erwiesen.

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In einem Gutachten weist eine externe Expertengruppe die anonymen Anschuldigungen als ungerechtfertigt zurück. "Zusammengefasst ist die ärztliche Patientenversorgung in der THG-Klinik des UKM hinsichtlich Dokumentations-, Prozess- und Ergebnisqualität ordnungsgemäß und die Qualität dieser Patientenversorgung insgesamt entspricht allgemein akzeptierten nationalen und internationalen Standards", heißt es dort.

In anonymen Schreiben war den Ärzten vorgeworfen worden, für den Tod von 13 Patienten verantwortlich zu sein. Die Staatsanwaltschaft hatte das Institut durchsucht.

"Nach dem Ergebnis der Expertenkommission ist klarer denn je: Bei den anonymen Briefen handelt es sich um eine besonders perfide Rufmordkampagne", sagte der Kaufmännische Vorstand Dr. Christoph Hoppenheit. Den entstandenen Schaden beziffert die Klinik mit einem einstelligen Millionenbetrag.

Es sei erschütternd, wie einfach das Ansehen einzelner Personen, eines erfolgreichen Teams und der Klinik durch falsche Vorwürfe geschädigt werden könne, sagte der UKM-Vorstandsvorsitzende Professor Norbert Roeder. "So ein Vorfall ist unseres Wissens nach einzigartig in der deutschen Kliniklandschaft." Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Lebensgefährte einer Herzchirurgin gestanden, Autor der Schreiben zu sein. Als Grund habe er angeführt, Verbesserungsvorschläge der Ärztin seien von der Klinikleitung nicht beachtet worden.

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