Digital Health

Wachstumssektor auch für Anleger

Telemedizin, Gesundheits-Apps & Co versprechen auch privaten Anlegern einiges Potenzial, sind sich Finanzexperten sicher.

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DÜSSELDORF. Die digitale Gesundheits-Welt wächst stetig. Viele spezialisierte Unternehmen, aber auch Technologie-Riesen wie Google oder IBM investieren Milliarden in diesen Bereich. Auch Privatanleger können davon profitieren, sollten dabei aber genau hinsehen.

Ob kleine Apps oder große Netzwerke - die digitale Medizin breitet sich weiter aus. Auch an der Börse gibt es Unternehmen, die auf diesen Bereich spezialisiert sind, etwa auf Krankenhaus-IT, Telemedizin oder Datenschutz. Der Umsatz dieses Marktes dürfte sich bis 2020 mehr als verdoppeln auf dann über 200 Milliarden US-Dollar, erwartet Kai Brüning, Fondsmanager bei apoAsset, einer Tochter der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank).

Einer der am stärksten wachsenden Bereiche sind nach Einschätzung der Finanzexperten Gesundheits-Services auf Smartphones, Tablets und anderen mobilen Geräten. "Die Zahl solcher Apps steigt ständig und beträgt weltweit inzwischen deutlich über 150.000", so Brüning. Auch die Telemedizin, drahtlose Medizintechnik und elektronische Patientenakten seien Wachstumssegmente.

Parallel zur Marktentwicklung nähmen auch die Börsengänge der entsprechenden Unternehmen zu und damit die Möglichkeiten für Privatanleger, an diesem Wachstum teilzuhaben. Anleger sollten dabei aber genau hinsehen. "Wichtiger als einzelne spannende Innovationen sind unter anderem gute und nachhaltige Geschäftsmodelle", Brünings Kollege Hendrik Lofruthe.

Durch die Verschmelzung von IT und Medizin entstünden zum Teil komplett neue Geschäftsmodelle, zusätzliche Wettbewerber kämen ins Spiel. Als Reaktion darauf könne es zu Gesetzesänderungen kommen. "Für die Nachhaltigkeit ist es wichtig, dass ein Unternehmen sich auch dann gut entwickelt", betont Lofruthe.

Daneben spielten selbstverständlich Wachstumsaussichten und attraktive Kurse eine wichtige Rolle bei der Auswahl. So sollten Aktienkurse in einem sinnvollen Verhältnis zur tatsächlichen Geschäftsentwicklung stehen. Manche digitale Gesundheits-Aktien seien stark überbewertet.

"Das erkennt man an Kennzahlen wie dem Kurs-Buchwert-Verhältnis oder dem Kurs-Gewinn-Verhältnis", erläutert Lofruthe. In manchen Fällen liege der Börsenwert, der auf dem Aktienkurs basiert, aktuell mehr als 15-mal über dem Wert, der sich auf die reale Bilanz beziehe. Zudem sollten die Aktien, so die Fondsmanager, leicht handelbar sein, damit Anleger jederzeit ein- und aussteigen könnten. (maw)

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