Sachsen

Wird KV-Bereitschaftspraxis "Blaupause" für weitere Projekte?

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NIESKY. Am Krankenhaus Emmaus Niesky im Landkreis Görlitz hat eine zentrale Bereitschaftspraxis ihren Betrieb aufgenommen. Sie wird von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen betrieben und soll für Patienten an Wochenenden, Brücken- und Feiertagen offenstehen, wie die KV Sachsen mitteilte. Gleichzeitig entfällt den Angaben zufolge der Praxisdienst in wechselnden Arztpraxen in der Umgebung.

In der Bereitschaftspraxis werden nicht lebensbedrohliche Beschwerden behandelt, mit denen der Patient normalerweise seinen niedergelassenen Arzt aufsuchen würde. Die KV Sachsen verspricht sich von der Bereitschaftspraxis eine Entlastung der niedergelassenen Ärzte, der Klinik-Notaufnahme und eine bessere, bedarfsgerechte Behandlung. Durch die örtliche Nähe zur Klinik sollen die Patienten auch von deren Diagnostikmöglichkeiten profitieren.

Die Bereitschaftspraxis ist Bestandteil der gemeinschaftlichen Weiterentwicklung des Krankenhauses zum "Lokalen Gesundheitszentrum Niesky". Im Zuge des Projekts soll die relativ kleine Klinik mit rund 100 Betten erhalten bleiben, zusätzlich wird der ambulante Bereich ausgebaut. Auch der vdek in Sachsen unterstützt das Projekt. Im Idealfall werde die Bereitschaftpraxis zur "Blaupause" für ähnliche Einrichtungen im Freistaat, sagte Silke Heinke, Leiterin des vdek-Landesverbandes. (lup)

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