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E-Card

gematik zuversichtlich für Kartentests

In Westfalen-Lippe war man skeptisch geworden: Reichen die Testärzte für die neue Telematik-Infrastruktur der E-Card wirklich aus, oder kommt es womöglich zu falschen Schwerpunkten? Die gematik sieht keine Probleme.

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KÖLN. Die Telematik-Betreibergesellschaft gematik weist Kritik an der Rekrutierung für die Testläufe der elektronischen Gesundheitskarte zurück. Befürchtungen, dass die medizinischen Anwendungen bei den Tests ins Hintertreffen geraten könnten, kann die Gesellschaft nicht teilen.

Der Sprecher der Testregionen Dr. Thomas Kriedel, Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, hatte wie berichtet, entsprechende Befürchtungen geäußert. Bei der Auswahl der Teilnehmer in den Testregionen werde zu wenig darauf geachtet, dass sich Schwerpunkte, sogenannte Cluster, bilden - möglichst von Ärzten und Kliniken, die bereits kooperieren.

Die Akquisition der Erprobungsteilnehmer sei noch gar nicht abgeschlossen, sagt der Hauptgeschäftsführer der gematik Professor Arno Elmer auf Anfrage der "Ärzte Zeitung". Der erste Schritt der Tests sei das Versichertenstammdaten-Management in den Praxen. "Für die Erprobung wurden ein Mengengerüst und klare Auswahlkriterien für die Teilnehmer ausgearbeitet."

Die Auftragnehmer in den zwei Testregionen - vor allem die CompuGroup in Nordwest und T-Systems in Südost - hätten diese bei der Auswahl komplett berücksichtigt, betont Elmer. Insgesamt nähmen 1000 Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten sowie zehn Krankenhäuser teil, darunter eine Uniklinik pro Testregion. Dadurch würden sich auf natürliche Art und Weise Cluster ergeben, sagt er.

"Zudem wurden die Kassenärztlichen Vereinigungen wie auch die Kassenzahnärztlichen Vereinigungen von Anfang an in den Auswahlprozess einbezogen und konnten zu jeder Zeit Vorschläge machen beziehungsweise im Prozess der Benehmensherstellung Einwände erheben", spielt Elmer den Ball zurück.

Auf Basis der derzeitigen Zahlen könne man der Erprobung der qualifizierten elektronischen Signatur und der Kommunikation unter den Leistungserbringern zuversichtlich entgegen sehen. (iss)

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