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Hunderte Hurrikan-Opfer erkrankt - Seuchen- und Infektionsgefahr steigt

HOUSTON (ag). Die Erkrankung von Hunderten Flutgeschädigten im Astrodome von Houston (Texas) hat sich als Magen-Darm-Infektion herausgestellt. Das teilte die Direktorin der Gesundheitsbehörden, Herminia Palacio, mit. Sie wies Gerüchte zurück, wonach einige der 25 000 Flüchtlinge an Cholera oder Hepatitis A erkrankt seien.

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Aus Sorge vor einer raschen Ausbreitung der Infektion in den Massenunterkünften haben die Gesundheitsbehörden eine Isolierstation im Astrodome eingerichtet. Im Astrodome benutzen die etwa 16 000 Flüchtlinge aus New Orleans Gemeinschaftstoiletten und - duschräume. Die Metallpritschen stehen eng beieinander. In benachbarten Sportstätten sind mehr als 9000 weitere Menschen untergebracht.

Auch in New Orleans wächst die Angst vor Seuchen. Im verdreckten Flutwasser in den Straßen der Stadt sind nach einem Bericht des Nachrichtensenders CNN E-Coli-Bakterien entdeckt worden. "Es ist absolut ungesund, sich irgendwo in der Nähe dieses Wassers aufzuhalten", sagte ein Mitarbeiter von New Orleans’ Bürgermeister Ray Nagin CNN.

Auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Mississippi ist ein mobiles Notkrankenhaus installiert worden, wie das Magazin "New Scientist" im Internet berichtet. Patienten seien hauptsächlich die Bewohner einer nahe gelegenen Zeltstadt.

Die Ärzte versorgten vor allem dehydrierte Menschen und solche mit infizierten Wunden. Es gebe auch viele Patienten mit Vorerkrankungen wie hohem Blutdruck, Diabetes und Herzproblemen, die aufgrund der Flut alle Medikamente verloren hätten. Ein weiteres Problem seien die vielen Tierbisse, darunter Bisse von Schlangen und unbekannten Meerestieren.

94 Spezialisten des Technischen Hilfswerkes (THW) sind gestern in das Katastrophengebiet von New Orleans abgereist. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter der Fachgruppen Wasserschaden/Pumpen. Mit an Bord waren 15 Hochleistungspumpen, die bis zu 15 000 Liter Wasser pro Minute umwälzen können.

In Afrika und den Tsunami-Gebieten in Asien sind die THW-Hilfskräfte mit ihren blauen Uniformen bereits als "Water People" bekannt. Eine THW-Einheit ist auf die Trinkwasseraufbereitung spezialisiert. In den USA ist vor allem die Feuerwehr für die Wasseraufbereitung zuständig. Die Hilfskräfte dort verfügen allerdings nicht über schweres Pumpgerät.

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