Ärzte Zeitung, 06.05.2009

Erste Bilder nach Gesichtstransplantation in den USA

Nach Anschlag mit Schrotflinte wurden 80 Prozent des Gesichts wieder aufgebaut

Vorher - nachher: Vor Transplantation wurden bereits Wangenknochen aus Rippen und Oberkiefer aus Beinknochen aufgebaut.

Foto: Photo AP/Cleveland Clinic-HO

CLEVELAND (eis). Vor fünf Jahren hatte der Mann von Connie Culp mit einer Schrotflinte ein grässliches Loch in ihr Gesicht geschossen, vor fünf Monaten wurde der 46-Jährigen von der Cleveland Clinic im US-Staat Ohio das Gesicht einer Toten implantiert (wir berichteten). Jetzt hat sich die Frau mit der ersten Gesichtstransplantation in den USA der Öffentlichkeit gezeigt. "Ihr Gesichtsausdruck ist noch etwas hölzern, aber sie kann sprechen, lächeln, riechen und schmecken", schreibt die "New York Times". Die seitlich herunterhängenden Falten sollen später noch entfernt werden, wenn Nerven und Blutgefäße besser nachgewachsen sind.

Vor dem Eingriff hätten sich Kinder vor ihrem Gesicht gefürchtet. Die Schrotflinte hatte ihr die Nase, die Wangenknochen, das Munddach und ein Auge zertrümmert. Hunderte Schrotkugeln und Knochensplitter wurden aus ihrem Kopf entfernt. Atmen musste sie über einen Luftröhrenschnitt. Die Gesichtsrekonstruktion erforderte 30 Operationen.

Lesen Sie dazu auch:
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