Ärzte Zeitung, 17.03.2008

Übergewicht drosselt die Zellkraftwerke

HELSINKI (ars). Übergewicht setzt offenbar einen Teufelskreis in Gang: Es drosselt bereits in frühen Stadien die Energieproduktion in den Mitochondrien, wodurch Fettpolster bleiben oder zunehmen.

Finnische Forscher haben das bei 18 eineiigen Zwillingen festgestellt, deren Gewicht um mehr als zehn Kilo differierte. Da sie die gleichen Gene besaßen, konnte nur die Genaktivität verschieden sein. Tatsächlich enthielten die Mitochondrien in den Fettzellen der Dicken weniger Kopien eines DNA-Abschnitts, der den Energieverbrauch steuert. Folglich setzten die Mitochondrien Nahrung weniger effektiv um.

Auch verzweigte Aminosäuren bauten sie schlechter ab, so dass sich diese Moleküle im Blut anreicherten. Damit einher gingen diabetische Prozesse, Leberverfettung und verstärkte Insulinfreisetzung (PLoS-Medicine).

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Debakel für ASS

Acetylsalicylsäure schützt Ältere nicht vor Herz-Kreislauferkrankungen - im Gegenteil: Ihr Sterberisiko ist erhöht. Mit diesem Ergebnis überrascht die ASPREE-Studie. mehr »

Junge sind besonders depressionsgefährdet

Der Alltag junger Menschen birgt hohe Risiken für Depressionen. Ärzte warnen: Die Gefahr der Chronifizierung ist groß. mehr »

Allergien machen Kindern zu schaffen

Allergien, psychische Störungen und Unfälle bleiben die häufigsten Risiken für chronische Krankheiten von Kindern. Vor allem Asthma, Heuschnupfen und Neurodermitis beeinträchtigen den Nachwuchs. mehr »