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Akzeptanz von inhalierbarem Insulin wird in Praxis-Studie geprüft

STUTTGART (hbr). In den nächsten Monaten beginnt eine ambulante Studie zu inhalativem Insulin bei Typ-2-Diabetikern. Akzeptanz und Stoffwechselkontrolle im Praxisalltag werden geprüft.

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In der Beobachtungsstudie, die als klinische Phase III b eingestuft wird, können ambulant behandelte Patienten Insulin zum Einatmen als Therapieoption wählen. Das inhalierbare Hormon gehört zu den schnell wirkenden Insulinen.

Hintergrund der Untersuchung ist eine Befragung bei Typ-2-Diabetikern. Sie hatte ergeben, daß viele Patienten ihre Scheu vor dem Start einer Insulinbehandlung ablegen würden, wenn sie als Therapie außer oralen Antidiabetika nicht nur injizierbares, sondern auch inhalierbares Insulin wählen könnten: Dann würden nicht nur 17 Prozent die Hormontherapie bevorzugen, sondern 50 Prozent. Diese Befragung war aber rein theoretisch und ohne Einfluß auf die Therapie, was die Patienten auch wußten.

In der geplanten Untersuchung dagegen ist die Wahl real, wie Professor Burkhard Göke von der Universität München bei einer Veranstaltung des Georg Thieme Verlages in Stuttgart berichtet hat. Teilnehmer der Studie sind ambulant behandelte Typ-2-Patienten, die trotz Therapie mit mindestens zwei oralen Antidiabetika einen HbA1c-Wert über acht Prozent haben.

Verglichen werden zwei Strategien: Die Patienten der ersten Gruppe wählen zwischen konventionellen Therapien; dazu gehört auch injizierbares Insulin. Die Therapie-Optionen der zweiten Gruppe enthalten zusätzlich inhalierbares Insulin. Die Behandlung wird während der Studie ständig optimiert.

Ermittelt wird unter anderem, wie viele Patienten sich im Alltag tatsächlich für das von Pfizer und Sanofi-Aventis entwickelte Insulin zum Einatmen entscheiden. Weitere Prüfpunkte sind metabolische Kontrolle und Therapiezufriedenheit.

Mit Blick auf die Gesundheitspolitik gehört außerdem eine umfassende Kostenanalyse dazu, die auch Komplikationen der Krankheit berücksichtigt. Insgesamt nehmen an der einjährigen Untersuchung in sieben Ländern von Deutschland bis Kanada jeweils 150 Patienten teil.

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