Ärzte Zeitung, 11.01.2007

Mit Antikörpern gegen Typ-1-Diabetes

PITTSBURGH (mut). Eine Antikörper-Therapie könnte vielleicht bald einen Typ-1-Diabetes verhindern. US-Forschern gelang es bereits mit einer solchen Therapie, die Krankheit im Tiermodell zu stoppen.

Die Forscher aus Pittsburgh haben einen Antikörper entwickelt, der sich gegen einen Rezeptor auf T-Zellen richtet, die bei Typ-1-Diabetikern besonders aktiv sind. Der Rezeptor mit der Bezeichnung CD 137 ist offenbar an der Steuerung der Immunreaktion beteiligt, die bei Typ-1-Diabteikern zur Zerstörung der Beta-Zellen im Pankreas führt.

In einem Typ-1-Diabetes-Modell bei Mäusen konnten die Forscher zeigen, dass sich mit Antikörpern gegen CD 137 der Ausbruch der Krankheit verhindern lässt: Sechs Monate nach Therapiebeginn waren Mäuse, die normalerweise innerhalb dieser Zeit einen Typ-1-Diabetes entwickeln, noch völlig gesund. Dagegen entwickelte sich die Krankheit bei den meisten der unbehandelten Tiere, so die Wissenschaftler in der Zeitschrift "Diabetes" (56, 2007, 186).

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Angst vor Stürzen sorgt für Verzicht auf Antikoagulans

Ein erhöhtes Sturzrisiko ist noch immer der häufigste Grund, auf eine orale Antikoagulation bei Vorhofflimmern zu verzichten. mehr »

Warum der Zuckersirup zum dicken Problem werden könnte

Seit Anfang Oktober gibt es in der EU keine Quotenregelung mehr für die aus Mais, Getreide oder Kartoffeln gewonnene Isoglukose. Experten befürchten eine Zunahme von Übergewicht und Diabetes. mehr »

Stotter-Therapie im virtuellen Raum

Geschätzt über 800.000 Bundesbürger stottern. Viele von ihnen ziehen sich komplett zurück, weil sie Ablehnung fürchten. Ein Ausweg: Therapie-Methoden, bei denen man zunächst zu Hause sprechen übt – online. mehr »