Kardiologie

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Ärzte Zeitung, 29.08.2007

Neue Kombi bei Hypertonie

MAILAND (Rö). Die Fixkombination aus Valsartan und Amlodipinbesilat ist eine neue Option für Hypertoniker. Die Therapie senkt den Blutdruck stärker als das Sartan oder der Calcium-Antagonist allein. Zudem kommen weniger Knöchelödeme vor als bei einer Monotherapie mit dem Calcium-Antagonisten.

Bei hohem Blutdruck hilft oft nur eine Kombination. Foto: Klaro

Neun von zehn Hypertonikern ohne Diabetes hätten damit in einer aktuellen Studie ihren Zielblutdruck von unter 140 zu 90 mmHg erreicht, so Professor Rainer Düsing von der Universität Bonn.

In der Studie sei mit dem Kombipräparat, das in Deutschland als Exforge® auf dem Markt ist, der systolische Blutdruck zusätzlich um 20 mmHg gesunken. Dies sei ein bedeutendes Ergebnis, so Düsing beim Europäischen Hypertonie-Kongress in Mailand. Denn man müsse bedenken, dass sich bei einem Anstieg des systolischen Blutdruckes um 20 mmHg oder des diastolischen um 10 mmHg das Risiko für tödlichen Schlaganfall, eine ischämische Herzerkrankung oder andere Gefäßerkrankungen verdoppelt.

In allen großen Studien zur antihypertensiven Therapie haben die Teilnehmer zwei, wenn nicht drei Antihypertensiva gebraucht, um ihre Zielblutdruckwerte zu erreichen, wie Düsing bei einer Veranstaltung von Novartis berichtet hat.

Der Hochdruck-Spezialist betonte zudem, dass sich die beiden Wirkstoffe Valsartan und Amlodipinbesilat ideal ergänzten. Das Sartan blockiert Angiotensin II, das zur Kontraktion der Blutgefäße führt. Der Calcium-Antagonist blockiert den Kalzium-Einstrom in die Wände der Blutgefäße. Beide Mechanismen tragen gemeinsam zur Relaxierung der Gefäße bei.

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