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Kommentar

Die Frage nach der Kombination

Peter OverbeckVon Peter Overbeck Veröffentlicht:

Die aktuellen Ergebnisse der SHARP-Studie belegen: Das Prinzip, durch Senkung des LDL-Cholesterins kardiovaskulären Ereignissen vorzubeugen, funktioniert auch bei Patienten mit Nierenerkrankungen.

Zur Cholesterinsenkung ist in dieser Studie eine Kombination aus Simvastatin und Ezetimib genutzt worden. Die Frage, ob es unbedingt diese Kombination sein muss oder ein Statin allein auch schon reicht, wird unweigerlich gestellt werden.

SHARP selbst bietet keine Hilfe bei ihrer Beantwortung. Welchen Anteil Ezetimib als Komponente der Therapie an der präventiven Wirkung gehabt hat, lässt sich aus ihren Daten nicht erschließen. Dazu wäre ein dritter Studienarm nötig gewesen, in dem die Teilnehmer fünf Jahre lang nur Simvastatin erhalten hätten.

Der Vergleich mit einer Statin-Monotherapie hätte aber die benötigte Teilnehmerzahl auf bis zu 40 000 hochkatapultiert - was nach Einschätzung der SHARP-Studiengruppe kaum zu stemmen gewesen wäre.

Was also spricht für die Kombination? Schlicht die Tatsache, dass sie hat, was der Statin-Monotherapie bei Nierenkrankung noch fehlt: den Nutzennachweis in einer großen kontrollierten Studie.

Lesen Sie dazu auch: Nierenkranke profitieren von Cholesterin-Senkung mit Simvastatin und Ezetimib

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