Kardiologie

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Modul: Akute und chronische Herzinsuffizienz

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Ärzte Zeitung online, 21.11.2016

Kardiomyopathie

Wie Alkohol das Herz schädigt

Forscher haben den Entstehungsmechanismus der alkoholischen Kardiomyopathie aufgeklärt.

MAINZ. Bei einem Fünftel der Herzinsuffizienz-Patienten ohne Herzinfarkt in der Vorgeschichte ist Alkoholmissbrauch Ursache der Herzschwäche, teilt die Universitätsmedizin Mainz mit. Forschern haben nun herausgefunden, auf welche Weise Ethanol das Herz schädigt (Sci Rep 2016; 6: 32554).

Obwohl bereits vermutet wurde, dass Stoffwechselprodukte des Ethanols eine wichtige Rolle in der Entstehung der alkoholischen Kardiomyopathie spielen, blieb der genaue Entstehungsmechanismus ungeklärt.

Mainzer Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, dass Ethanol durch das Abbauprodukt Acetaldehyd – über die Aktivierung der NADPH-Oxidase (NOX2) – zu einer vermehrten Produktion von Sauerstoffradikalen in den Kardiomyozyten führt.

Die Sauerstoffradikale stören wiederum die Funktion der Mitochondrien als "Kraftwerke" der Zelle, heißt es in der Mitteilung. Durch das Fehlen von chemischer Energie werde zunächst die Fähigkeit der Herzmuskelzellen zur Kontraktion beeinträchtigt.

Im weiteren Verlauf sterben die Zellen ab und werden durch Narbengewebe ersetzt. Es kommt zur irreparablen Schädigung des Muskels und so zur chronischen Herzinsuffizienz.

Mit diesen Erkenntnissen erhoffen sich die Forscher, die Aufklärung und Therapie von Patienten mit übermäßigem Alkholkonsum zu verbessern. (grz)

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