Thrombose/Schlaganfall

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Modul: Akuttherapie und Sekundärprophylaxe des ischämischen Schlaganfalls – Ein Musterbeispiel für personalisierte Medizin

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Ärzte Zeitung, 21.02.2013

Leitartikel zur Thrombektomie

Welchen Katheter verträgt das Gehirn?

Zu Recht fordern Experten, Katheterverfahren in Studien bei Schlaganfall zu prüfen. Bis diese jedoch publiziert werden, entsprechen die Geräte oft nicht mehr dem Stand der Technik. Und auch über die Auswahl der Patienten lässt sich streiten.

Von Thomas Müller

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MRT-Untersuchung bei Schlaganfall-Verdacht.

© Pueschner / Zeitenspiegel

Was da Anfang Februar im New England Journal of Medicine (NEJM) prominent publiziert worden ist, erscheint auf den ersten Blick als weitere Schlappe für die akute Schlaganfalltherapie per Katheter.

Einen dicken Thrombus aus einer der Zerebralarterien zu ziehen, mag zwar dem einen oder anderen Patienten etwas nützen, doch gemessen an dem harten Endpunkt "Funktionsfähigkeit nach drei Monaten" schnitten die Patienten mit Thrombektomie gleich in drei randomisierten Studien nicht besser ab als die Patienten mit Standardbehandlung.

Zuvor hatte schon die Publikation der Studie SAMMPRIS der Kathetertherapie in Hirngefäßen einen schweren Schlag versetzt. Dabei ging es um das Stenting von intrakraniellen Stenosen nach einem ersten vaskulären Ereignis.

Die Rate von Schlaganfällen war nach dem katheterbasierten Eingriff sogar noch höher als mit einer aggressiven medikamentösen Therapie. Es scheint so, als hätten Katheter in Hirngefäßen nichts zu suchen.

Kein Wunder, dass auch schon Forderungen laut werden, solche Therapien erst dann zuzulassen, wenn ihr Nutzen in randomisierten kontrollierten Studien belegt ist ...

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