Direkt zum Inhaltsbereich

Isolation verändert zirkadiane Rhythmik

MOSKAU/BERLIN (dpa). Bei der spektakulären langfristigen Raumfahrtsimulation Mars500 in Moskau haben deutsche Forscher erhebliche Veränderungen des menschlichen Tag-Nacht-Rhythmus festgestellt.

Veröffentlicht:

Messungen der Körpertemperatur legten nahe, dass die sechs Probanden besser zu anderen Zeitpunkten gegessen, gearbeitet und geschlafen hätten als ihnen das von der Kommandozentrale vorgegeben wurde.

"Wenn man lange Zeit bewusst gegen den eigentlichen Rhythmus verstößt, kann das erheblichen Stress auslösen", sagte Professor Hanns-Christian Gunga vom Zentrum für Weltraummedizin in Berlinder Nachrichtenagentur dpa.

"Körper macht etwas anderes als der Rhythmus"

Bei dem Experiment verringerte sich die Schwankung der Körpertemperatur - also der zirkadiane Rhythmus - bei den Teilnehmern von durchschnittlich 0,5 Grad deutlich um 0,2 Grad.

"Das heißt, sie haben noch einen von außen vorgegebenen Rhythmus, aber der Körper macht etwas anderes", erklärte Gunga.

Seit eineinhalb Jahren abgeschottet in einem Container

Die Freiwilligen leben seit eineinhalb Jahren abgeschottet in einem Container in Moskau. Das Experiment ist noch nicht abschließend ausgewertet.

Ähnliche Untersuchungen gab es etwa bei Langzeitaufenthalten in der Antarktis. Dort gab es aber nach Gungas Angaben nicht solch "äußerst kontrollierte Bedingungen" wie bei Mars500.

Mehr zum Thema

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Substitution differenziert betrachten

Testosteron als kardiometabolisches Therapie-Konzept: Wann es wirklich hilft

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Abb. 1: Empagliflozin reduzierte auch bei niedriger Ausgangs-eGFR die Progression der chronischen Nierenkrankheit (Test für Heterogenität/Trend: a) 12=0,06, p=0.81; b) 12=6,31, p=0,012)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [6]

Chronische Nierenkrankheit

SGLT2-Inhibition: Nephroprotektiv auch bei stark erniedrigter eGFR

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Ko KG, Ingelheim am Rhein
Abb. 2: Sekundärer Endpunkt der BOREAS-Studie: Veränderung der Lungenfunktion unter Dupilumab versus Placebo

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Typ-2-Inflammation bei COPD

Bessere Lungenfunktion und mehr Lebensqualität durch IL-4/-13-Hemmung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Berlin, und Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Elternzeit, Krankheitsvertretung und Co.

Befristete Arbeitsverträge: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

Ernährungsberatung

Schilddrüse: Vegane Ernährung verschärft Jodmangel

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Ein Stapel mit vielen Büchern

© Frank Rumpenhorst/dpa

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Blick über die Schulter eines Trompeters, der ein Konzert spielt.

© Kitreel / Stock.adobe.com

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte