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KOMMENTAR

Datensammeln zu Infektionen lohnt

Von Michael Hubert Veröffentlicht:

Die Franzosen tun es. Sie haben Daten zur Pneumokokken-Impfung für Säuglinge gesammelt: weniger Meningitiden, weniger Bakteriämien. Und Deutschland? Funkstille! Daten zu Infektionen und Impfungen gibt es kaum. Lieber werden Daten zu Telefon- und Internetverbindungen gesammelt. Zur Terrorabwehr.

Und die Infektabwehr? Wir brauchen endlich Daten zu impfpräventablen Erkrankungen. Das ist essenziell für Impfprogramme, sagen Experten. Ohne Daten keine Bewertung der Programme. Die Amerikaner sind uns da weit voraus.

Von ihnen wissen wir: Die Pneumokokken-Impfung der Kleinen reduziert invasive Erkrankungen, Pneumonien und Mittelohrentzündungen. Und sogar ungeimpfte Alte sind indirekt vor den Erregern geschützt. Ohne diese Daten gebe es wohl keine Impfempfehlung für Deutschland. Also: Die richtigen Daten sammeln!

Lesen Sie dazu auch: Weniger Meningitis durch Pneumokokken-Schutz

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