Ärzte Zeitung online, 13.09.2018

Filmkritik

Mythen und Fakten

Kommentar von Wolfgang van den Bergh

vdb

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Heute startet der Dokumentarfilm "Eingeimpft". Und schon jetzt erregt der Film so sehr die Gemüter, dass er neugierig macht. Streitpunkt: Bietet der Film von Regisseur David Sieveking Impfgegnern ein Forum?

Dieser Auffassung ist Klaus Cichutek, beim Paul-Ehrlich-Institut zuständig für die Impfstoffe. Seine Kritik: "Dieser Film verbreitet zahlreiche Fehlinformationen und wiederholt Mythen, die wissenschaftlich längst widerlegt sind." Dagegen verwahrt sich der Regisseur und kontert mit der fragwürdigen "Aluminium-Theorie". Das geht so weiter. Zurück bleiben verunsicherte Menschen, die sich den Film anschauen werden und seriöse Informationen erwartet hatten.

Dennoch: Man muss das aushalten, wenn man dem Hype um vermeintliche neue Fakten etwas entgegensetzen will. Auch für schlechte Filme gibt es kein Kino-Verbot. Jeder sollte nur wissen, auf was er sich einlässt. Es geht nicht um Meinungen, sondern um Evidenz. Damit trifft die Erfurter Psychologin Cornelia Betsch voll ins Schwarze!

Lesen Sie dazu auch:
Streit um Doku "Eingeimpft" – Mythen statt Evidenz?

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