Ärzte Zeitung, 22.05.2012

Unerwarteter Zusatznutzen der Grippe-Impfung

OTTAWA (eis). Von einer Grippe-Impfung in der Schwangerschaft profitieren nach Studiendaten aus Kanada offenbar auch die Kinder.

So war die Impfung Schwangerer gegen H1N1 während der Schweinegrippe-Pandemie mit einer deutlichen Reduktion von Tot- und Frühgeburten sowie von extrem kleinen Neugeborenen verbunden, berichten Forscher von der Universität in Ottawa (Am J Pub Health 2012; 102: e33).

Bei der Analyse von 55.570 Geburten in Ontario während der Pandemie ergab sich für geimpfte Frauen im Vergleich zu Ungeimpften eine um 34 Prozent verringerte Rate von Totgeburten.

Außerdem ergab sich eine um 28 Prozent verringerte Rate von Frühgeburten (vor der 32. SSW) und eine um 19 Prozent verringerte Rate von extrem kleinen Neugeborenen (am Grund der dritten Perzentile). Insgesamt waren 42 Prozent der Frauen geimpft gewesen.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Jede achte Frau braucht nach der Geburt Antidepressiva

Etwa elf Prozent aller Frauen leiden im ersten Jahr nach der Geburt an Depressionen. Unter jungen Frauen im Alter von 15 bis 19 Jahren ist der Anteil fast doppelt so hoch. mehr »

Die Malaria-Gefahr wächst

Weltweit steigen Erkrankungszahlen an Malaria seit zwei Jahren wieder. Es trifft nicht nur Kinder in Entwicklungsländern, sondern auch Reisende aus Deutschland. mehr »

„Mütter sind die zentralen Ansprechpartner“

In dieser Woche werben Urologen für die HPV-Impfung. Vor allem bei Jungen besteht Nachholbedarf. Wie sie für eine Impfung gewonnen werden sollen, erklärt der Vorsitzende des Berufsverbandes Dr. Axel Schroeder. mehr »