Ärzte Zeitung, 25.11.2016
 

AG Influenza

Etwas mehr Infektionen der Atemwege

BERLIN. Bundesweit ist die Zahl der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) in der Woche bis zum 20. November (KW 46) geringfügig gestiegen; sie lag aber insgesamt noch im normalen Bereich, berichtet die AG Influenza (AGI) am Robert Koch-Institut.

Nur in den Regionen Niedersachsen/Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt war die ARE-Aktivität geringfügig erhöht. Es gibt dabei eine deutliche Zirkulation von Grippeviren, so die AGI.

Im Nationalen Referenzzentrum für Influenza (NRZ) wurden in der 46. KW insgesamt 113 Stichproben von ARE-Patienten aus allen zwölf AGI-Regionen auf respiratorische Viren untersucht. Dabei waren 38 Proben positiv, und zwar 25 für für Rhinoviren, 7 für Influenza A(H3N2)-Viren, 5 für Respiratory Syncytial Viren (RSV) und 2 für Adenoviren. Ein Patient hatte eine Doppelinfektion.

An das Robert Koch-Institut sind in der 46. KW 80 Fälle labordiagnostisch bestätigter Influenza-Infektionen gemeldet worden. Insgesamt wurden damit seit Anfang Oktober (40. KW) 325 labordiagnostisch abgeklärte Influenzafälle an das RKI übermittelt.

Knapp jeder dritte Betroffene wurde stationär behandelt. Auch gab es in dieser Saison bisher zwei Todesfälle mit nicht subtypisierter Influenza A-Virusinfektion. Beide Patienten waren über 59 Jahre alt. (eis)

Für das bundesweite Influenza-Meldesystem werden weitere Haus- und Kinderärzte gesucht: Infos: https://influenza.rki.de/Sentinelpraxis.aspx

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Tausende HPV-Tumoren pro Jahr sind vermeidbar

Viele Krebserkrankungen in Deutschland ließen sich durch einen HPV-Schutz vermeiden, so RKI-Berechnungen. Das Institut rät zum Impfen - das könnte auch bei Jungen sinnvoll sein. mehr »

Mit Kohlenhydrat-Tagen die Insulinresistenz durchbrechen

Typ-2-Diabetiker mit schwerer Insulinresistenz können vom Prinzip einer hundert Jahre alten Haferkur profitieren. Erfahrungsgemäß sprechen 70 Prozent der Betroffenen darauf an. mehr »

Kliniken in Nordrhein sind Vorreiter beim E-Arztbrief

Der Klinikbetreiber Caritas Trägergesellschaft West zählt zu den Vorreitern des elektronischen Arztbriefes über KV-Connect. Viele Niedergelassene sind bereits angeschlossen. mehr »